chb ist zurück aus island. braungebrannt. weitgereist. um erfahrungen reicher. souverän. retour in züri aus einem einzigen grund[1]. der heutige j.f. : hb-züri-hardcore-underground-meet-the-durchmesserlinie programm ist angesagt, in begleitung (und organisiert) von trombik ingenieure ag (lti zeichnet verantwortlich) und einigen gästen, u.a. thesi us züri und el padre de chb aus bern.
enorm früh, nämlich schon um 17 uhr trifft man sich deshalb hinter den sieben geleisen, in der sihl-passerelle-porte-quai-unterführung. dort werden wir in empfang genommen von einem freundlichen ex-bähnler[2], der jetzt anstatt zugskompositionen leute durch den bahnhof pfercht. er macht’s nicht schlecht, allerdings hat er das apéro vergessen… item.
gleich vorneweg wird uns erklärt, dass es keine eigentliche baustellenbesichtigung gibt. worauf ein raunen durch die menge geht (huch!), denn damit war nicht gerechnet worden (schluck!), sind doch die gäste zu 85% bauingenieure. ein paar scheele blicke richtung organisator, ein paar gehobene augenbrauen. doch nach der kurzen schrecksekunde wird es dann viel besser als erwartet: während einer kurzweiligen stunde gibt es erst mal viele informationen zur logistik und vorgehensweise beim bau der durchmesserlinie. das gigantische projekt legt im bahnhof löwenstrasse 4 zusätzliche geleise unter den bestehenden hauptbahnhof und damit auch unter die sihl, die anschliessend – schön im sandwich – zwischen zwei vertikal übereinander gelegenen bahnhöfen hindurchfliessen darf. durch den tiefergelegten bahnhof (inkl. unterbodenbeleuchtung) fahren dann ab 2011/13 die fernferkehrszüge von ost nach west und umgekehrt auf direktem weg durch züri und den neuen weinbergtunnel hindurch, ohne in den sackbahnhof rein- und rausfahren zu müssen. das ist natürlich eine logistische meisterleistung, denn da müssen u.a. ein öfters mal hochwasser führender fluss abschnittweise stillgelegt, grundwasser abgepumpt, schlitzwände gebaggert, zement aufbereitet, tunnelbohrmaschinen gelenkt, stadtgebiet unterhöhlt, monströse bahnbrücken quer übers bestehende gleisfeld gebaut, und eine ganze menge bauarbeiter verpflegt werden. das alles (und mehr) erhalten wir anschaulich mündlich und mit ein paar toll animierten filmen erklärt. schapo!

nachdem im kino das licht wieder angegangen ist, gibt es endlich die heiss ersehnten goodies: helm und leuchtorange gilets! darin wandern wir anschliessend durch die sihlpassage zu neuralgischen baustellen: zuerst an der sihl, von dort zum bahnhofplatz und wieder zurück zum gleis 18. wir schauen dabei in zig tiefe löcher, die von baustelle zu baustelle grösser werden. momoll! beeindruckend! gewaltig! ungeheuer!

das ende ist dann schnell erzählt: gilets und helme wieder aufhängen, tschüss an herrn studer, rund 600m weiter südlich znacht in der reithalle (wo auch noch miss d. zu uns stösst). das rössli ist zwar etwas durcher als bestellt, aber trotzdem zart. zwei stunden später dann tschüss an die div. trombiker, mathematiker, geotechniker und missen. nur ein kleines grüppchen von drei unverdrossenen strebt noch einem trendy strassencafé zu, um diesen tollen j.f. würdig mit a) glace, b) bianchi, c) bier zu beschliessen. der langen rede kurzer sinn: geile gsi, thänks!
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[1] miss d. natürlich, hauptsächlich, muss man dazu sagen. der punkt darf natürlich nicht überlesen werden, gell. denn der markiert nur das ende einer (nicht genauer spezifizierten) aussage (die hiermit genauer spezifiziert wurde). wenn man den überliest, gibt es dem ganzen natürlich einen total anderen sinn, der durchaus nicht beabsichtigt ist.
[2] nicht bänkler
[2] gefällt mir besonders :o)