Mr. Saïds Reise nach Indien

Am Dienstag war Mr. Saïd bei Trombiks zu Besuch, weshalb sich lti in weiser Voraussicht entschied, den j.f. abermals auf den Mittwoch zu verschieben. Null Problemo, denn msä ist eh am Bettchen streichen und konnte so den einigermassen sonnigen Abend gut nutzen.

Für die Organisation des heutigen, äusserst aufwändigen j.f. wurden eifrig Yarp-Narp-Mails verfasst. Obwohl schon nach dem ersten Mail sonnenklar war, dass wir uns – wie immer (ha, der war gut) – um 16:30 in Oerlikon treffen würden, zog sich der Mailverkehr noch ein bisschen hin:


—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: msä [mailto:msä@theworld.com]
Gesendet: Dienstag, 7. Juli 2009 07:17
An: lti
Betreff: j.f.
Schwümme – wie IMMER ;o)
Nachher indisch ässe mit minere Membercard vom Kings Curry?

Hesch Luscht?
Gruess, msä

>>> lti 07.07.2009 14:12 >>>
morn

sehr gut
süsch aus wie immer

>>> msä 07.07.2009 14:12 >>>
Wänn sölli reserviere?

>>> lti 07.07.2009 22:49 >>>
yepiyep

uf die 18.45
dänk ;o)

>>> msä 08.07.2009 07:18 >>>
yepyep1845

>>> lti 08.07.2009 07:34 >>>
nep?!
fröi mi
btw: ha nes gschenkli fuer di

>>> msä 08.07.2009 07:44 >>>
yepyepyep, Gschänkli, klatschklatsch

>>> msä 08.07.2009 11:26 >>>
Mi_090708_112647_Wallisellen
16_30_Swim: Status confirmed
18_45_KiKu: Status confirmed
CustomTxt<<Siiyä!GruessMSÄ>>

>>> msä 08.07.2009 11:27 >>>
Ja, CHB, KiKu staht für Kings Kurry, hehehe (fies lachend)


Und so ward es getan:

Das Schwimmtraining gestaltete sich diesmal, da von msä bestimmt, nicht gaaaaaaanz so streng. Lti war nicht sonderlich motiviert, machte aber bei der kleinen Chilbi-Piramide gut mit. Zum Schluss überholte er mit locker schwingenden Armen noch den ehrgeizigen und rücksichtslosen Albino auf unserer Bahn. Ha, dem haben wir’s gegeben!

Im KiKu machten wir uns zunächst über Mango Lassi und (drei!?) Papadams her. Während lti mit den Tondoori-Pilzen mutig vorpreschte, hielt sich msä mit den Pakoras an Altbewährtes. Während lti beim folgenden Biryani nach einer kurzen Schrecksekunde doch noch sein Fleisch fand, hielt sich msä mit dem Chicken Tikka Massala an Altbewährtes. Auf das indische Bier Kings Gold made im Thurgau, gäll, verzichteten wir.

Wir sprachen – natürlich neben Erfreulicherem – über die sinnlose Reglementierungswut auf dem Bau und in der Industrie, die Audit-Zertifikats-Sellelfurz-Schmarotzer, die in Tat und Wahrheit einfach auch ein Stück des von uns erwirtschafteten Kuchens haben wollen und einem Unfall in einem kanadischen AKW. Zum Glück wars nur ein KAU, wenn auch ein paar Stiche nötig waren. Trotzdem versuchten anschliessend 20 ebensolche See-Think-Act-Review-Schmarotzer erfolglos nachzuvollziehen, wie denn das Händchen zwischen Feder und Fundament geraten war.

Inzwischen spitzte sich die Finanzkrise am Tisch nebenan zu und es kam zu einer böswilligen Übernahme – der Rechnung. Irgendwie schien die Dame am Tisch plötzlich nicht mehr über genügend liquide Mittel zu verfügen und versuchte sich mittels der Anmeldung fadenscheiniger Argumente einem Konkurs zu entziehen. Klar war sie mit dem GA angereist, klar hatte sie von der Kreditkartenfirma keine weiteren Mittel zugesprochen bekommen, klar sass ihr der Vermieter im Nacken, doch was hatte das alles mit ihm, dem anwesenden Macker zu tun? Genau, er war derjenige, der die Rechnung übernahm…

Zufrieden nahm Mr. Saïd anschliessend die 70 Minuten Richtung HB unter die Füsse und liess sich mit vollem Magen nach Hause chauffieren.

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