Bei diesem contra jour fixe handelt es sich um eine inoffizielle Version des legendären jour fixe. Inoffiziell deshalb, weil chb eigenlich heute seine Gespielin mit dem zuvor erhaltenen Gutschein auf einem Segelschiff ausführen wollte. Das Gemunkel über einen geplanten Heiratsantrag will und will nicht abbrechen… Wie auch immer, auf jeden Fall dachten sich lti und msä: “Ha, da nehmen wir uns doch auch gleich ein Schiffchen und beobachten die Zwei bei was auch immer.” Aufgrund lumpiger Windaussichten zog jedoch chb seine Reservation zurück und verschob das Tête-à-Tête in ein Reschti, liess den c.j.f. ausfallen und zeigte uns so, wo seine Prios liegen ;o)
Der offizielle jour fixe folgt dann morgen Mittwoch und zwar in Form des lange ersehnten Office Crashers Züri.
No harsh feelings anyway, stellte sich der Segeltörn doch als sehr gelungenes Event heraus: Während sich msä in letzter Sekunde verpflegte, liess sich lti von Katharina, der Segellehrerin, das Boot erklären. Die Farbcodes der Leinen deckten sich mit denen auf dem Silsersee, also kein Problem. Bald schon tuckerten wir unter Motor vom Ufer weg, um Segel zu setzen. Halb dümpelnd halb segelnd stellten wir rasch fest, dass im unteren Seebecken mehr los war als an unserer momentanen Position. Dort war ein Regatta-Training mit erwähnter Katharina im Gang, das (und die?) wir uns aus nächster Nähe anschauen wollten.
Mutig kreuzten wir auf, umsegelten dabei diverse Kursschiffe und vor Anker liegende Freizeitboote und gelangten schliesslich an den Rand des Geschehens. Lti zeigte mir noch einige weitere Tricks so dass ich alsbald selber das Steuer (und während lti mit chb telefonierte auch das Kommando!) übernehmen konnte. Ein entmutigter Skipper in den letzten Rängen der Regatta liess sich noch dazu hinreissen uns zuzurufen: “Ihr behindered öis. Ihr stönnd eus im Wind. Mir sind da anere Regatta!”. Dabei wissen wir doch spätestens sein Janis Joplin alle, dass der Wind uns allen gehört…
Ein, zwei Mal durften wir richtigen Wind geniessen und das Deck neigte sich ungemütlich steil. Mein Kreischen quittierte lti mit dem gekonnt herablassenden Lächeln des Könners. Da es die Segelschule mit den drei Stunden nicht allzu genau nimmt, konnten wir uns Zeit lassen und machten uns erst auf den Rückweg, als die Sonne bereits untergegangen war.
Wir genossen den lauen Abend noch bei einen Drink in der roten Fabrik. Für einmal wollte lti heute vor mir gehen. Ich dachte, ein bisschen warten könnte sich lohnen. Keine drei Minuten später zeigte sich, dass ich Recht hatte…
scheisse, ich hab miss d. vergessen zu fragen :-) auf die schilderung t@ende(jf)+3*60 heute abend bin ich natürlich gespannt…