Schnü(e)rlischrift

Bereits am letzten Donnerstag (warum wohl?) wurde uns vom O.K. chb angekündigt, wo und wann wir uns einzufinden hatten. Trainingszeit-Damage: ca. ¾ Stunden! Lti bringt auf dem Weg in den HB noch den traditionellen j.f-Witz und der geht so: „Ich han Durscht. De chb hät hoffentli en Apéro debii. Chum, ich schriib ihm es SMS” Gut, oder? Im Tiefbahnhof Museumsstrasse angekommen zweifelte msä sofort daran, chb in dem Gewühl jemals zu finden während sich lti schon durch die Leute pflügte. Da, ein Schatten! Gleich hinter mir! Was ist das? Klar, das kann nur chb sein. Irgendwie schafft er es meist, sich unerkannt an die Wartenden heran zu schleichen. Meist, weil’s da noch den Escherbrunnen gibt. Da scheint msä irgendwie im Vorteil zu sein…

In der proppenvollen S12 zauberte dann chb tatsächlich einen Apéro aus seiner gelben Tasche: Vier Biere aus dem fernen Osten und Crackers aus glücklichen Crevetten. Toll eingefädelt, merci! Ein ebenfalls Eingepferchter und seines Zeichens unfreiwilliger Zuhörer unseres Gesprächs, stellte sich als Kenner der Traube – Rebe – whatever heraus und lobte sie schon mal in den höchsten Tönen. Mehr Platz dann im Bus und bald schon sind wir in der Heimat von msäs Ahnen mütterlicherseits angekommen: In Neftenbach. Zweimal wies ich auf die überaus eigensinnige Kirche hin, die gotische wie frühromanische Einflüsse in ungesehener Parabel miteinander verschmelzen lässt… Natürlich verhallten meine Ausführungen ungehört. Wen wunderts, findet sich doch in unserem Stammteam nur ein halbwegs Kunstgeschichte-Verständiger!

Die erste erfreuliche Überraschung schon vor der Beiz: „Wir sind rauchfrei”. Heute ist Männerabend und die Cordonbleus kosten nur die Hälfte. Männerabend? Okay, kann man geben, neben uns war mindestens noch ein Rüde anwesend. Die einzigen mit T-Shirt waren wir eh. Nach den traditionellen zusätzlichen drei Gedenkminuten hatten wir uns entschieden: Die Antonov unter uns, nahm sich den „A 380″ vor, der Single den „Tag danach” und der Scharfe das C.B.  „Hot”. Was soll man sagen, das Essen war gut, die Bedienung knackig, äh schnell und das Gemüse gehörte dazu!

Exkurse gabs zu den Themen Frequenzgeni und Linguistik. Bei Ersterem gabs leichte Verunsicherungen aufgrund offensive language und bei Letzterem untermauerten wir unsere Hypothese, das Man(n) etwa 3 Worte pro Sekunde zum Besten gibt, anschliessend gleich deterministisch. Die anschliessende Schriftprobe in Schnü(e)rlischrift wurde durch unseren ausgewiesenen Experten für Graphologie detailliert ausgewertet und die Resultate in einer etwa ¾-stündigen Powerpoint-Präsentation erläutert.

Um ein Haar schrammten die Service-Fachkräfte dann an einem Abzug bei der Geschwindigkeit vorbei. Wir schafften es aber noch gemächlich zur jetzt doch plötzlich sehr nahe gelegenen (?!) zweiten Bushaltestelle zu kommen. Kurze Zeit später stellten wir uns türexaktrichtig an der Perronkante auf und das ohne vorher den Wagenstands(NEI!)zeiger konsultiert zu haben!

Herzlichen Dank an chb und seine j.f.-Consultants für diesen gelungenen Abend in der Niederungen des Kantons Zürich. Vielen Dank auch an meine Ghostwriters. So möchemers!

2 Gedanken zu „Schnü(e)rlischrift“

  1. ich glaube, da hat’s noch einen tippfehler: heisst das wort nicht “wagenstandsanzeiger” oder “wagenanstandszeiger”? na ja, jedenfalls hat uns msä mit anstand den wagen gezeigt. mörsi!

    ps: antonov – alles klar! in münchen war ich tatsächlich schon mal auf dem flughafen.

  2. Da hatten wir es “Mein Schwimmabo ist abgelaufen, all mein Barvermögen habe ich für Pizzakonsum aufgebraucht und meine Kreditkarte ist überzogen…” (-> siehe JF vom 24.03.2009); doch lti. war vorbereitet und konnte einen Überbrückungskredit sprechen :o)

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