Hans von Hallwyl meets Clint Eastwood (grrrr)

Während sich lti und qib mit Flamenco-Tänzerinnen vergnügten (siehe www.diebestenausreden.ch), bekam ich letzte Anweisungen zum bevorstehenden jour fixe. Aha, der Treffpunkt wurde vom Escherbrunnen hin zum Lööööwenblatssssss verschoben. Man munkelt etwas von ausbleibenden Anschleicherfolgen

Schnell (zu schnell?) waren die nötigen Utensilien in unserem Besitz und wir machten uns auf an die Hallwylstrasse, wo letzte Vorbereitungen stattfanden. Gefüllte Koteletts waren früher am Tag als Menu erkoren worden. Dem Kochbuch fehlte es leider etwas an Rafinesse: Da hätte man den Tomme ruhig durch etwas Mutigeres, sagen wir einen Gorgonzola-Mascarpone, ersetzen dürfen!

Bald schon machten wir es uns ausgerüstet mit Holzkohle, Tellern und chbs neuem Spiel am Hallwyl-Platz gemütlich. Während chb sich durch die Spielanleitung las (Zitat: “Klar, e riese Schachtle für die paar Charte! Huere übertüüret, siebezg Stutz!”), sorgte sich msä um die Glut. Die (vermeintliche) Komplexität des Spiels Dominion bewog uns, die Regeln nach dem Workshop-Prinzip zu erarbeiten. Dazu gabs Chips mit (meiner ersten) Guacamole und Pro Montagna Bier aus Davos. Aber da war die Glut auch schon parat (und dem nachfolgenden Bündner bereits versprochen). So gesehen hätte man das Ganze auch gleich auf der Pestalozzi-Wiese ansiedeln können!

Unsere mediteran-griechisch-improvisierten Pitas mit Kräuterbutter, gegrillten Auberginen und getrockneten Tomaten entlocktem dem Bündner das Adjektiv kreativ. Kleine Aufgabe für chb: Übersetzungs-Schlüssel für die Hallwyl-Platz-Grillete finden und dem j.f.-Team zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit dem Bündner fehlte uns dann definitiv das Sportbulletin von lti! Während die Koteletts vor sich hin brutzelten nahmen wir uns nochmal der Speilanleitung an. Wieso denn nicht gleich? Endlich fand chb die gut getarnten Schlüsselsätze inmitten zahlloser sinnlosen Spielanleitungs-Floskeln und ein Licht ging uns auf. Die Koteletts waren suppi fein, merci! Für ein paar erste Spielrunden reichte die Zeit dann grad noch. Clevere Spielidee, könnte noch ganz lustig werden! Beim Einräumen der Karten stellten wir mit Freude Fest, dass der Verlag Hans im Glück wohl über eine hochdotierte packaging and play items handling Abteilung verfügt: Jedes Chärtli an seinem Platz…

Weiter gings per Velo zum Corso am Bellevue, Central, hä? Gran Torino von und mit Clint Eastwood stand auf dem Programm. Eine gute Wahl! Knurrender alter, bestürzend direkter Korea-Veteran trifft ungebremst auf Hmong-Grossfamilie. Liebe geht bekanntlich durch den Magen (das müsste uns mal passieren!) und so findet eine Annäherung statt. Dies auch dank der nicht minder direkten Hmong-Tocher Sue, die sich durch Walts Knurren nicht beeindrucken lässt. Damits spannend bleibt gibts da noch die Zipper-Heads, die es auf den Gran Torino (was für ein Auto!) und die Kröte abgesehen haben. Ein spannender Film mit viel Platz für schwarzen Humor, tollen Schauspielern und einem sehr bewegenden Ende! Stellenweise etwas übertrieben und plakativ aber sehr empfehlenswert. Von mir gibts 4 von 5 Sternen. Und von chb? Lesen Sie dies und mehr demnächst in den Kommentaren!

Herzlichen Dank an chb für den super jour fixe, hat Spass gemacht!