ZicZac 3, Pepito 2, Stüssihof 0

wieder einmal ist dienstag. msä muss noch dringend in den travelbookshop, weil er ja am freitag in die ferien verdüst. ja, wie soll er das schaffen? heute ist doch jour-fixe?

msä, nie um initiative verlegen, zaubert flugs ein j.f. programm aus dem ärmel, das da heisst: “min burger vs. din burger”, und schlägt es chb um die ohren. bei der wahl der waffen zückt msä den pepito am hirschenplatz aus dem ärmel, doch chb pariert gekonnt mit dem zic-zac im niederdorf (take-away-counter).

nachdem der pepito um ca. 19:00 verdrückt war (nicht schlecht, zugegeben, könnte aber noch etwas schärfer sein) musste erst mal verdaut werden, bevor zur retour-runde geschritten wurde.  das lässt sich am besten beim rumkugeln erledigen; mit genau 16 kugeln, um genau zu sein (und 2 queues) und öppen noch einem bierli. aber wo? natürlich im schlauch, wie praktisch, denn dieser liegt genau auf halbem weg zwischen pepito und zic-zac!

ich fasse mich heute ausnahmsweise kurz: der spielstand nach rund 1 1/2 h, “best of five” und zwei dunklen wädibräu war dann 3:2:0 für c:m:l. (knapp, aber wie erwartet, *grins*).

somit war der weg frei für die 2. runde im burger-kampf! nichts wie los zum zic-zac, wo dann noch zwei burger (+bacon + cheese + cola) mit pommes bei strömenden regen verdrückt wurden. die burger waren ok (von mir aus gesehen besseres preis/leistungs-verhältnis als der pepito, aber geschmacklich nicht unbedingt der grössere hit), allerdings wurden sie von einem waschechten fijianer zubereitet, was natürlich das zünglein an der waage stark vom pepito wegdrückt. sorry msä!

ps 1: was das alles mit der einleitung zu tun hat? travelbook-shop = (683560 / 247426), pepito = (683472 / 247484), rechne.

ps 2: und was soll das mit dem stüssihof, häh? nun ja, wir wissen ja nicht was lti im köcher gehabt hätte. der steckt nämlich immer noch im atomkraftwerk.

Scho wieder Schliere!?

Ungeduldig werdender wartete ich in der Tür des ICN Richtung Jura Südfuss. Inzwischen konnte ich den Türschalter durch gezielten Fingerdruck selbst betätigen und damit die Tür nachhaltig daran hindern, sich zu schliessen. Dies hatte zwar zur Folge, dass der Lokführer erst nach vorheriger Rücksprache mit mir abfahren konnte, zu meiner Beruhigung kam es jedoch nicht soweit. In letzter Sekunde sprang chb aus der Unterführung und wir verwendeten die Zeit bis Aarau dazu, ein Verhaltens-Szenario für ebensolche Situationen zu entwerfen.

Route Aarau am 19.5.2009
Route in Aarau am 19.5.2009

Zunächst musste der vom Cisalpino arg gebeultete chb aufgepäppelt werden. Mit einem GPS in der Hand keine einfache Aufgabe, denn überall lauern Ablenkungen in Form von Caches:
Wie die Newbies machten wir uns am Aarau underground zu schaffen. Erst die falsche Seite abgeklappert, dann die falschen e’s gezählt, Teenies im Zielgebiet, aargh! Also wurde die gründliche Suche kurzerhand nach die besagte Aufpäppelung geschoben.
Auf dem Weg in die Altstadt gabs einige Flashbacks aus chbs bisherigem Arbeitsleben („Was soll das, sie Null, schicken sie chb endlich die Unterlagen, äh aha, sind Sie das chb?“) und vieles zu entdecken. Aarau ist ja die Stadt der kreativen Wanderwegzeichen-Hersteller: Keiner gleicht dem anderen, jeder ein Unikat, ihre abstrakte Kalligraphie mit figurativen Verfestigungen unterstützt ihren surrealen Ursprung in gekonnter Art und Weise. Vorbei am alten Stadtbach, der sich jederzeit in eine tödliche Betrunkenenfalle verwandeln kann, gelangten wir auf ziemlich verschlungenen Wegen (siehe Karte) zum Aussichtspunkt neben der Kirche. Hinter der Altstadt erhob sich – bitte ankreuzen – unsere Lösung für alle Energieprobleme / der strahlende Teufelsschlot. Vom nahen Alternativbeizli aus beobachteten wir mit einem K-Bierchen in der Hand das Spiel zweier Einheimischer. Die nächste halbe Stunde verbrachten wir damit, die Kubb-Regeln aus dem Gesehenen abzuleiten, was uns recht gut gelang.
Schliesslich machte sich ein Hüngerchen in unseren Bäuchen breit und so installierten wir uns vor dem Restaurant Zunfthaus. Der mexikanische Food war gut, die Gespräche angeregt wie immer. Obwohl man sagen muss, dass des Beizers Räubergeschichten teilweise chb den Fokus – aber nicht die Show – stahlen.
Weil wir die (heute hier rückwärts fliessende) Aare auch noch sehen wollten, entschieden wir uns für einen Spaziergang zum Kraftwerk. Aarau bietet (überraschend?) viele kleine Oasen, an denen man es sich gut gehen lassen kann und die sich jetzt, bei einsetzender Dämmerung, schnell mit Leuten füllten. Die Altstadt ist verwinkelt und sympathisch. Zum Glück konnte ich chb gerade noch daran hindern, alles der Abrisskugel zu übergeben. Angekommen auf der Insel machten wir uns im Brummen der Generatoren daran, den First found first log Cache zu finden. Das Versteck war obvious aber mit einer dicken Schraube gesichert. Gewöhnt an die Drück-plopp-surr-wegschieb-fauch-und-trockeneisversprüh-Cacheverstecke Zürichs kamen wir trotzdem lange nicht drauf. Na ja, nichts wie zurück ins Städtli…
Und zwar in die Gleateria! Klar, dass wir uns nachher hinreissen liessen, uns noch einmal am Aarau underground zu versuchen. Folge daraus ist a) ein weiterer unerklärlicher Schlenker auf dem Track oben und b) kein weiterer Cachefund. Im Zielgebiet hielten sich immer noch die Youngsters auf. Diese hätte ich mit der Securitas-Maglite zwar easy verscheuchen können, aber schliesslich war‘s ja auch schon gefährlich spät und so liessen wir sie in Ruhe (und sie uns, uff).
Vorbei am scharfen Schliessfach-Wächter und am Gleis Null schafften wir es noch auf den IR 23:14, der von Burgdorf kommend einen verschlafenen blinden Passagier mitführte. Und weil die exzessive Akkumulation von Fremdwörtern intellektuelle Kompetenz suggeriert, schlage ich hier die Parabel zum Titel des Berichts: Kurz vor Zürich passierten wir doch tatsächlich zweimal den Bahnhof Schlieren!

Carwash & Co.

der heutige j.f. stand ganz im zeichen der voiture (von lti).

heute wurden, unter anderem: leute eingeladen, bubenträume erfüllt, niedere instinkte befriedigt, grossartige bauwerke befahren, architektur er-fahren, nochmals grossartige bauwerke befahren, raststätten-ikonen besucht, städtische ausbremser-politik erlebt und leute ausgeladen.

doch ein bild sagt mehr als 100 worte (click to enlarge*):

La tour de la voiture j.f. 12/05/2009
La tour de la voiture j.f. 12/05/2009

legende:

  1. einladen chb + msä, bhf oerlikon, 16:35, resp. 18:15
  2. carwash mit michael jackson (billie jean), volketswil, 18:45
  3. mc donalds drive-thru, 3x (div. menu plus, dessert, kaffee u. dessertergänzung), volketswil, 19:00-19:45
  4. westumfahrung zürich, inkl. üetlibergtunnel (lang, gerade, geil, neu), 20:15-20:30
  5. sihl-city, rampenspindeln parkhaus (8 stockwerke, leicht trümlig), zürich brunau, ca. 20:30
  6. westumfahrung zürich, inkl. üetlibergtunnel (nochmal, aber in die andere richtung), 20:30-20:45
  7. fressbalken, berühmt-berüchtigte autobahn-raststätte (2x mango-lassi, 1x kiwisaft), würenlos, ca. 21:00
  8. flankierende massnahmen westumfahrung zürich, weststrasse u. seebahnstrasse zürich, ca. 22:15
  9. ausladen msä + chb, hb züri, 22:30

sound aboard:

  1. prodigy – invaders must die
  2. michael jackson – HIStory, vol. I
  3. cypress hill – stoned raiders
  4. amy winehouse – back to black
  5. symphony x – v
  6. samael – reign of light
  7. massive attack – mezzanine
  8. white zombie – astro-creep: 2000 (not played)
  9. stefanie heinzmann – masterplan (not played)

* the image, not your willy, stupid

Züri Agglo Kräschers

I – Wallisellen

office crashers #2! wenn msä “reishauer” ruft, dann kann das nur wallisellen heissen. so trifft man sich also zu ausserordentlich früher stunde (17 uhr) am besagten bahnhof, wo lti chb fachkundig den weg zu den heiligen fertigungshallen weist. dort werden wir bereits von msä im übergwändli abgeholt und via sein büro (=gepäckdepot) und vorbei an ein paar trümligen verwaltungsräten (o-ton msä, so ungefähr) in die montagehallen im untergeschoss geführt. leider erhalten wir zwei anderen keine übergwändli, weshalb wir offensichtlich von weitem als auswärtige zu erkennen sind. deshalb unser (schlauer) tarnungs-plan: kunde auf werkbesuch! das bedeutet: allpott verständig zu msä’s fachkundigen erläuterungen nicken, ab und zu daumen und zeigefinger ans kinn legen und die stirn runzeln, während von msä ein wichtiges detail demonstriert wird, ständig (mentale) notizen machen, auf maschinen und teile zeigen und lauthals käufe (in stückzahlen zu mehreren tausend) in erwägung ziehen, prüfend auf allerlei knöpfe drücken, abschätzig dreckige maschinen mustern, staunend flinken roboterarmen bei der arbeit zusehen (highlight!) [1], diverse zahnräder behändigen und einer genauen musterung unterwerfen, ab und zu die köpfe zusammenstecken und sich flüsternd unterhalten, usw. usf. man denke sich mit etwas fantasie seinen eigenen teil dazu. kurzum, ein lustiges und gleichzeitig interessantes und lehrreiches spili. nebst dem beschickungsroboter (der der eigentliche anlass für unseren besuch war) gab es auch noch bestückungstrichter mit ausstossspitze, schnecken und leider keine dingsda mit gefederter einführhilfe zu sehen (letztere wurden nur ausführlich erklärt, man lese msä’s kommentare für die korrekten benamsungen). für den bürohengst chb (quartärsektor) eine grossartige führung in bisher unbekannte gefielde (sekundärsektor), mörsi!

II – Dübendorf

nach der langen führung mit nur minimer zwischenverpflegung war nun dringend ein grösserer imbiss vonnöten. leider war eine pizza-bestellung vom reishauer aus keine option,  was msä dazu bewog sushi in oerlikon vorzuschlagen. eine gute idee, weshalb wir auf kürzestem weg zum kebabstand am bahnhof oerlikon öv-lten [2]. dort wurden u.a. eine pita, ein schisch-kebabteller, eine döner-box und ein falafel verdrückt, wonach endlich ruhe herrschte und etwa 19 uhr war. so früh, immer noch?

III – Dietlikon

wenn schon agglo, denn schon agglo. nachdem wir also in den suburbs von züri gestrandet waren, machten wir vom dortigen angebot gebrauch: die ikea in dietlikon hat schliesslich am dienstag (1 grünes männchen = best shopping time of the week!) bis um 21 uhr offen, und überhaupt waren wir alle schon lange nicht mehr dort und msä hatte sowieso noch [3] einige besorgungen zu erledigen. demzufolge gab er den allgemein kürzesten weg rückwärts durch die ikea vor, der uns schliesslich auch beim dessert (princess torta [4]) vorbei führte. “nur” etwa eine stunde später standen wir darum schon wieder auf der strasse, natürlich erst nach der bezahlung als selbstscanner (ausnahmsweise mal nicht so).  was nun? erst 20 uhr und immer noch jour-fixe? und conrad und media markt sind auch schon zu?

IV – Schwamendingen

als logische konsequenz blieb uns da nur noch ein abschluss in schwamendingen. dieses gehört zwar streng genommen nicht zur agglo von züri, fühlt sich aber so an. nach einem längeren fussmarsch, der in der besteigung des 747 agglo-shopping-busses und der befahrung dessen neuer route (whoa, itz chasch diräkt zum mobitare und office world fahre, muesch nüme tschumple!) gipfelte, landeten wir beim bahnhof stettbach. dort entgingen wir knapp dem totschlag durch ein aussscherendes tram, retteten aber geistesgegenwärtig nicht nur unseren eigenen arsch, sondern auch noch eine thailändische grossfamilie [5]. mit dem 7ni ging’s dann altbewährt [6] an den schwamendingerplatz, wo’s im restaurant “blueme” nebst ein paar schrägen blicken der stammtischler auch noch einen waschechten “fööööööörlibuckkkkchkch” vbz-ler zu bestaunen gab.

dänn ab uf’s tram und uf de bus, piff-paff-puff und schluss-fidibus.

V – Fussnoten

  1. die roboter waren die einzigen, die dort gearbeitet haben
  2. häh?
  3. zufall?
  4. in schweden nennen wir die kaffeepause “fika”. entspannen Sie sich bei einer tasse kaffee und machen sie einkaufspläne, während sich die kinder im spielbereich des restaurants vergnügen.
  5. “jeden tag eine gute tat” für lti und chb, die alt-pfadfinder
  6. chb verbrachte seine ersten 3 jahre in züri am stettbacherrain in schwadi