Und er so…

…wieso chunnsch nöd schwümme? Und ich so: Ich han Entzündig! Und er so: Krass! Und ich so: Scho, Mann! Und er so: Was häsch gmacht? Und ich so: Nüt, ‘ch schwör!

Um 18:15 trudelten die Gäste im Accu ein. Merke: Während dem Sprechen Knöpfli gedrückt halten! Lti überraschte und mit einem bunten Potpourri an verschiedensten Drinks, great (+3P). Das Buch hätte noch mehr her gegeben, leider fehlte es aber an einigen Grundzutaten (-2P). Der Eierdrink war mein Favorit!

Angeheitert konnten wir uns auf den Weg in den nahen Hühnerstall machen. Spätestens bei den  P.W.C. ereilten mich wieder die Gelüste, endlich mal was zu sprengen. Mit einem Sprengmeister im Grüppli dürfte doch das kein Problem sein! Lebhaft stellten wir uns die plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-rumms-Geräusche vor.

Resignation dann beim Hühnerstall: Nicht etwa Erlebnisgastronomie oder Cheerleader-Beiz erwarteten uns, nein, ein schnöder Balkan-Spunten. Nur keine voreiligen Urteile! Ludmilla entpuppte sich als aufmerksame Kellnerin. Dieser Spiegel musste ja einen Vorteil haben, lenkte er meinen Blick doch dauernd auf Lüthi, Armstrong, Schumacher und Co. Daneben spiegelte sich aber eben auch Ludmilla, die meine Winker so immer sofort sah. „Gemischt oder grün?“ stellte sich nur rethorisch. Dafür war „französisch oder italienisch“ die zündende Frage. Super die Salatsaucen sehr schmackhaft die Pizze, eine positive Überraschung! Ja, in Oerlikon weiss man nie ;o) Als dann die Frau aus Münsterlingen das Lokal betrat und die Stammgäste ihre Zigarren, äh, sorry, Stümpen anwarfen, war es Zeit zu gehen.

Die Parkplatzbilanz war positiv: +5 +1 -3 +2 +4. Noch hurti ein Abstecher zu den Förderbändern aus dem neuen stadtzürcher Tunnel. Alles in Betrieb, wie es sich gehört. Dazu einige Infos vom Spezialisten. Erneute Provokation durch die alleinige Anwesenheit des Preis Wasserhaus Küfer Gebäudes. Dann ab zurück in die gute Stube.

An ein paar Drinks nippend unterhielten wir uns (alle?) angeregt über das Segeln, aktuelle Offshore-Bekleidungs-Trends und den neusten Gossip aus der Literatur-Szene. Es sei anzumerken dass direkt unter Eva Gotthelfs – Gottschalks – Grüssgotts – whatever Buch die Feuchtgebiete der Charlotte Roche lagen. Wie lange noch bis sie es bis oben geschafft haben?

Und ich so: Das ischs gsii! Und er so: Gahsch scho hei? Und er so: Früehschicht? Uns ich so: Eh scho, Mann!

die kleine zürichsee-schleife

zuerst die route der kleinen zürichsee-schleife: zürich – thalwil – altendorf – uster – zürich

dann die wichtigsten elemente: stormgrip schuhe beim grimmigen kompass-verkäufer gekauft – chb’s funktionierende handy bestaunt – bauch mit marcel’s grillgut vollgeschlagen – verschiedene wörter über aussteigen, lebensende und mittäter gewechselt – zurück nach zürich gedüst

und zum schluss lti.’s selbstgedichtetes lieblingszitat: ausgiebig erlebtes spärlich beschrieben

es war wieder einmal ‘total’ schön – thx!

Hans von Hallwyl meets Clint Eastwood (grrrr)

Während sich lti und qib mit Flamenco-Tänzerinnen vergnügten (siehe www.diebestenausreden.ch), bekam ich letzte Anweisungen zum bevorstehenden jour fixe. Aha, der Treffpunkt wurde vom Escherbrunnen hin zum Lööööwenblatssssss verschoben. Man munkelt etwas von ausbleibenden Anschleicherfolgen

Schnell (zu schnell?) waren die nötigen Utensilien in unserem Besitz und wir machten uns auf an die Hallwylstrasse, wo letzte Vorbereitungen stattfanden. Gefüllte Koteletts waren früher am Tag als Menu erkoren worden. Dem Kochbuch fehlte es leider etwas an Rafinesse: Da hätte man den Tomme ruhig durch etwas Mutigeres, sagen wir einen Gorgonzola-Mascarpone, ersetzen dürfen!

Bald schon machten wir es uns ausgerüstet mit Holzkohle, Tellern und chbs neuem Spiel am Hallwyl-Platz gemütlich. Während chb sich durch die Spielanleitung las (Zitat: “Klar, e riese Schachtle für die paar Charte! Huere übertüüret, siebezg Stutz!”), sorgte sich msä um die Glut. Die (vermeintliche) Komplexität des Spiels Dominion bewog uns, die Regeln nach dem Workshop-Prinzip zu erarbeiten. Dazu gabs Chips mit (meiner ersten) Guacamole und Pro Montagna Bier aus Davos. Aber da war die Glut auch schon parat (und dem nachfolgenden Bündner bereits versprochen). So gesehen hätte man das Ganze auch gleich auf der Pestalozzi-Wiese ansiedeln können!

Unsere mediteran-griechisch-improvisierten Pitas mit Kräuterbutter, gegrillten Auberginen und getrockneten Tomaten entlocktem dem Bündner das Adjektiv kreativ. Kleine Aufgabe für chb: Übersetzungs-Schlüssel für die Hallwyl-Platz-Grillete finden und dem j.f.-Team zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit dem Bündner fehlte uns dann definitiv das Sportbulletin von lti! Während die Koteletts vor sich hin brutzelten nahmen wir uns nochmal der Speilanleitung an. Wieso denn nicht gleich? Endlich fand chb die gut getarnten Schlüsselsätze inmitten zahlloser sinnlosen Spielanleitungs-Floskeln und ein Licht ging uns auf. Die Koteletts waren suppi fein, merci! Für ein paar erste Spielrunden reichte die Zeit dann grad noch. Clevere Spielidee, könnte noch ganz lustig werden! Beim Einräumen der Karten stellten wir mit Freude Fest, dass der Verlag Hans im Glück wohl über eine hochdotierte packaging and play items handling Abteilung verfügt: Jedes Chärtli an seinem Platz…

Weiter gings per Velo zum Corso am Bellevue, Central, hä? Gran Torino von und mit Clint Eastwood stand auf dem Programm. Eine gute Wahl! Knurrender alter, bestürzend direkter Korea-Veteran trifft ungebremst auf Hmong-Grossfamilie. Liebe geht bekanntlich durch den Magen (das müsste uns mal passieren!) und so findet eine Annäherung statt. Dies auch dank der nicht minder direkten Hmong-Tocher Sue, die sich durch Walts Knurren nicht beeindrucken lässt. Damits spannend bleibt gibts da noch die Zipper-Heads, die es auf den Gran Torino (was für ein Auto!) und die Kröte abgesehen haben. Ein spannender Film mit viel Platz für schwarzen Humor, tollen Schauspielern und einem sehr bewegenden Ende! Stellenweise etwas übertrieben und plakativ aber sehr empfehlenswert. Von mir gibts 4 von 5 Sternen. Und von chb? Lesen Sie dies und mehr demnächst in den Kommentaren!

Herzlichen Dank an chb für den super jour fixe, hat Spass gemacht!

Anti-Depressiva vs. Design-Kartonschrank

heute war mal wieder kültür angesagt. weil noch keiner dort war (oder schon lange nicht mehr) wurde das museum für gestaltung in letzter minute von lti als zielpunkt auserkoren. zwar nicht gerade das guggenheim (siehe jf-17/3/09), aber doch immerhin 4 ausstellungen für dswölf stutz unter einem dach, zentral in züri 5 gelegen, in gehdistanz zum bahnhof, was will man mehr (frühschicht gerettet).

in einer stunde (soviel zeit hatten wir von 19-20, sprich: bevor museum finito) gibt das immerhin a) 1 ausstellung pro 15 min oder b) 1.33 ausstellungen pro person oder c) soviele ausstellungen wie’s halt reicht. wir entschlossen uns spontan für variante c) und stolperten deshalb kurz nach eintritt bereits durch die sonderausstellung “Good Design, Good Business – Schweizer Grafik und Werbung für Geigy 1940-1970″ in der galerie. hier liessen wir uns von vielen schönen packungen und prospekten der design-freundlichen ciba geigy (heute novartis) inspirieren und appetit auf feine anti-depressiva, insektenvernichtungsmittel oder muskel-arthrose-gelenk-schmerzen-beseitiger machen. viel flächige farben, viel typografie, viel symbolik (rot=da wo’s weh tut), 1940-70 halt. aufenthaltsdauer: 25′ (immerhin).

anschliessend ging’s in die halle im erdgeschoss und hier gefiel es uns schon etwas besser. das blabla der ausstellungsbeschreibung kann man getrost ignorieren und einfach durch die wohl mehrere hundert ausgestellten objekte wandern und sich anfixen lassen, denn da wird einiges für’s auge geboten. vom commodore PET über eternit hocker bis zur hermes schreibmaschine und dem ersten walkman wird viel altes und neues, bekanntes und doch schon vergessenes präsentiert. und wenn man glück hat, dann besitzt man sogar eines der ausgestellten objekte selber (rotondo kartungo oder so) und steigt damit in der achtung der mit-jourfixler enorm. extra jf-pkt für lti, nun ist ja wohl klar, warum er uns hierhin gelockt hat…

Souvenir aus dem Postkartenshop
Souvenir aus dem Postkartenshop des MfG

nach diesem spaziergang durch schöne und funktionale dinge war dann die zeit abgelaufen (“bing!”). doch die kültür war war damit noch nicht am ende, nein!, denn msä hatte im geheimen noch ein spezialprogramm ausgeheckt, das er uns während der nächsten 3 stunden aufs müde auge zu drücken gedachte. ganz in der nähe hatte nämlich der herr reishauer (msä’s scheff) sein geburtshaus und dann seine fabrik, wo er anfänglich zangen, gewindestangenhalter und bombenzünder herstellte und damit ein imperium schuf (msä wird im kommentar sicher präzisieren, siehe unten). das galt es nun auch noch zu besichtigen, inkl. der sagenumwobenen reishauerstrasse. aber selbstverständlich nicht während 3 stunden (ich habe schamlos übertrieben) sondern nur während 5 minuten und erst noch auf dem weg zum nächsten planmässigen stopp. glück gehabt!

so konnten wir denn kurz darauf doch noch zu punkt zwei (“platte für 3” im libanon il-achdar) und anschliessend zu punkt drei (drinks und dumme sprüche im tant pis (nein, wir haben die “bedinung” nicht “ausopropierd”)) schreiten, bevor dann punkt vier (die altbekannte frühschicht) in angriff genommen wurde (kleiner, spontaner s-bahn scherz inklusive).

ach ja: über baugruben (inkl. pfähle (nicht pfählungen), nägel, hinterfüllungen und aushubproblematik) wurde auch noch diskutiert.