schiffli versänke

boah, schon tag 2 im j.f. hardcore segelcamp im engadin! lti und chb sind zwar nach dem ersten tag (6h) auf der sportlichen dyas körperlich am rande ihrer kräfte angelangt (ächz, uff, stöhn, argh) aber noch knapp mit dabei. msä hat bereits vor dem kurs das paddel ins wasser geworfen und ist weg vom tisch; er zieht nicht mal in erwägung, uns heute aben zur feier des traditionellen j.f.-tages noch spontan zu besuchen (dabei wären es doch nur 2 x 4.5 std zugfahrt). ts, ts, faul sind die leute afängs.

egal, wir rudern also auch am heutigen tag mit unserer 0.8 m2-wackelscholle zu dritt (d.h. inkl. annet, unserer segellehrerin) zum boot hinaus. der wind ist heute noch etwas frischer als gestern schon (ein drü hat’s mindestens schon), doch wir haben’s im griff (meinen wir mindestens). wir cruisen also raus auf den silsersee und üben schon mal fleissig manöverkreis, wenden und halsen. der wind frischt noch mehr auf und unser boot krängt zusehends immer mehr und jedes manöver durch den wind wird zusehends zu einer kletterpartie – runter, rauf, runter rauf. dann plötzlich, aufgrund eines klitzekleinen steuerfehlers von – äh, sein name will mir gerade nicht einfallen – gerät das boot in zusehends steilere lage und das wasser fliesst schon unten über die kante rein, ausreiten is nich, scheisse, was muss ich jetzt tun, uh, pinne hierhin?, äh, panik, äh, nein pinne dorthin!, hektik, warum wird alles immer schräger, dammi nomal, geschrei + gefluche, bis schlussendlich annet nach lautem aber wirkungslosem kommando bellen beherzt selber eingreift und zuerst den traveller löst, dann die grosschot auch noch, und zägg-bumm, steht das schiff wieder gerade, was war genau das problem? ja genau, der wind. wir segeln also schnurstracks zurück in die bucht, setzen dort ein reff und vergessen, dass wir soeben fast das schiff versenkt hätten und uns dazu, immerhin im etwa 14°C kalten wasser. dann wieder raus, immer noch viel wind, jetzt noch böen. mehr reffen, jetzt geht’s so halb, aber für 2 anfänger immer noch heavy (inzwischen haben wir wohl schon ein – mindestens, wie einige sagen – 5i) und so geht der tag auch vorbei.

gut, genug des segel-lateins, anschliessend wird schnell nach maloja geradelt (hier hatten wir gebucht, aber da (resp.  da) hätten wir sein sollen, hätten wir’s nur schon früher gewusst), ein düscheli reingezogen, und dann gleich wieder zurück nach plaun da lej ins restaurant murtaröl, wo chb schon im februar beim eistauchen pelzmäntel gezählt hat. in dieser durchaus für g-essen geeigneten lokeischn (vom eglifilet bis zur 1500.- kingcrab gibt’s alles) liessen wir uns einen hervorragenden fisch mit allem drum und dran munden. nach einem abschliessenden mini-tiramisù inkl. espresso radelten wir dann wieder heimzu, wo wir alsbald unsere müden körper noch vor 10 uhr in die harten betten wuchteten, im wissen um einen weiteren strengen segeltag. ja, so geht das in den aktiv-ferien beim j.f. !