Der Chauffeur

Nach neuer Rechtschreibung auch Schofför, was wir aber dem chb nicht antun wollen und deshalb bei Chauffeur bleiben. Diesen spielte er nämlich an diesem Jour Fixe da Weinverschmäher.

Zunächst der obligate apokalyptische Mailverkehr: Antw: Re: AW: Antw: Re: AW: JF’s im Aug*u*st 2009. örlike, i presume… bhf oder fritz-dingsda-weg? Wir lernen: Franz Hohler könnte in Opfikon aufgewachsen sein.

Schwimmen wie immer (sogar meine Zeit, 21:23). Wir lernen: swi kann für swimming oder auch für schwimmen wie immer stehen.

Wasserballon-Attacke auf den chb bei seiner Ankunft im Accu. Wir lernen: Hab immer einen Schirm dabei (siehe auch Abschnitt 8).

Fahrt nach Effi, es Regnet. Verpflegung im QN. lti und msä geniessen dank dem Chauffeur einen feinen Wein. Die Suppe überzeugt nicht, das Tartar schon, die Hauptgänge lassen sich sehen (und bezahlen). Wir lernen: 2 × Spaghetti al Arrabiata / Tag → so what?

Traditionelles gegenseitiges Übertreffen der beiden Lehrer mit Stories der Studenten. Dabei energisches Aufstützen der Hände auf den Tisch im Blocher-Style. Diskussion des neuen Bonus-Malus-Notensystems à la chb. Wir lernen: Ein I-Phone kann zu asozialem Verhalten verleiten.

Weiterfahrt in die Sümpfe der Verzweiflung. Angekommen in Mordor wird der gelbe Turm besichtigt. Keine Orks, uff! Der Motor des getaway-vehicle läuft durch, klar. lti filmt für Sellas Hochzeit. Wir lernen: Eine Balkontüre kann das Betreten ihres Balkons erheblich erleichtern.

In der Sonne gibts keinen Coup dafür die perfekte Stage für weitere Filmaufnahmen. In Erinnerung bleibt sicher lti’s Imitation der Erwin’schen Kopulationsgeräusche. msä lässt seinen Schirm liegen. Dabei – oder vielmehr einen Tag später – lernt er: Es gibt Beizen, die nicht nur keinen Webauftritt sondern nicht einmal ein Telefon haben.

Geniale Idee von lti: Für den Dessert verschieben wir in die Raststätte (Ober?) Kemptthal. Garantiert schwingungsarm, dafür nicht ganz lieferantenfrei. Wir lernen: Beim Kundenservice gibts verschiedene Philosophien.

Der Chauffeur bringt uns schliesslich sicher nach Hause respektive Wallisellen. Tuusig Dank!

crush’em (complete)

heute wurde zum letzten mal gekräscht. nein, kein eis für einen mojito, sondern das bisher noch verschont gebliebene trombik office (als passende hintergrundmusik empfiehlt sich dies, die lyrics sind hier).

als chb (wie immer als letzer) nach einer 20′ velohatz bei 37°C vom hb züri via wipkingerplatz-am wasser-bauherrenstrasse-meierhofplatz (argh, steil!) eintrifft, ist das grillgut schon ganz und gar gar, sowohl im gasgrill (achtung, explosionsgefahr!) wie auch auf dem iphone[1]. man setzt sich also auf die gemütliche terrasse chez trombik und lässt das auge schweifen. das kulinarische angebot ist etwas dürftig (dreierlei wurst, ein paar chips und brot, dazu ein undefinierbarer salat), aber was du wolle, isch ingeniörbüro und nitte gault-miliö-ristorante.

nach der ranzenfüllete geht es dann auf die zweistündige tour. angefangen in lti’s büro (mit so einem schwing-dings, das eigentlich der grund ist, warum wir hier sind, aber ich weiss nicht mehr wie das ding heisst, ausser dass es sinus, sägezahn und dreieck kann und msä das ding innert 30 sek. schon übersteuert hat) geht es weiter zu den trombik feder-modellen (inkl. hochviskoser dämpfungsflüssigkeit), durch das lager (alles verkaufe auf flohmi, no problem), am feuerfesten safe vorbei (23111982 ist die kombination, aber isch nur cd und diskette drin), dann weiter durch den hof, in die 1. dépendance, weitere werkzeuge und dämpfmaterial inkl. aldi-wd-40-kopie und stablampe ohne steckdose (achtung, nie mehr vergessen: kabel fungiert als widerstand!), danach zurück ins hauptgebäude, küche (gratis fanta mit ausgeklügeltem dart-pfeil-knopf-auslöse-mechanismus), junior ingenieurbüro, chef trombik (das genie beherrscht das chaos, ausserdem hat’s geile langhaar-mini-poser-fotos), jetzt ins sekretariat (inkl. kugelkopf-schreibmaschine, da weiss man, was man hat), hinunter in den keller, vorbei am weinregal (?), ins kleine archiv (kurbel, schieb, quetsch, argh), wieder hoch ins parterre, in den 1. stock (keuch!), hier sind die zeichner zuhause (tel-nr. vom coiffeur: 01 442 39 22) und es gibt einen balkon (herrliche sicht auf verkehrsunfallträchtige kreuzung) und die residenz der lehrtochter (wo noch von hand gezeichnet wird). kurz verschnaufen, wieder runter, raus, über die strasse[2], an der falsch parkierten karre vorbei (wo sind die einzahlungsscheine?), zum nachbarhaus, im hinterhof über eine verborgene treppe in den feucht-muffigen untergrund, durch eine schwere eichentür mit quietschenden angeln, aufgeschreckte ratten huschen ins schummrige dunkel[3], wo wir schlussendlich noch archiv #2 erkunden (hier sollte endlich mal jemand aufräumen). das ist jetzt das ende, wir kehren zurück, noch ein käffeli und ein cornet auf der terrasse, ein paar kluge und tiefsinnige gespräche, dann ist msä weg, tschüss, frühdienst, man kennt das ja.

wer noch übrig ist geht auf einen schlumi ins mülirad, wo noch ein wenig höngger-nostalgie zelebriert wird. schliesslich dann der vorhang, game over, standing ovation. eine grossartige triologie[4] findet ihren abschluss.
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[1] von bell gibt’s auch praktische dinge.

[2] …also raus, strasse hoch und zur bushaltestelle. doch den bus nehmen wir nicht, denn das wär nicht helle

[3] ok, alles erstunken und erlogen

[4] die logische fortsetzung besteht natürlich aus einem prequel (vgl. star wars): school kräschers – wie alles begann!

c.j.f.

Bei diesem contra jour fixe handelt es sich um eine inoffizielle Version des legendären jour fixe. Inoffiziell deshalb, weil chb eigenlich heute seine Gespielin mit dem zuvor erhaltenen Gutschein auf einem Segelschiff ausführen wollte. Das Gemunkel über einen geplanten Heiratsantrag will und will nicht abbrechen… Wie auch immer, auf jeden Fall dachten sich lti und msä: “Ha, da nehmen wir uns doch auch gleich ein Schiffchen und beobachten die Zwei bei was auch immer.” Aufgrund lumpiger Windaussichten zog jedoch chb seine Reservation zurück und verschob das Tête-à-Tête in ein Reschti, liess den c.j.f. ausfallen und zeigte uns so, wo seine Prios liegen ;o)

Der offizielle jour fixe folgt dann morgen Mittwoch und zwar in Form des lange ersehnten Office Crashers Züri.

No harsh feelings anyway, stellte sich der Segeltörn doch als sehr gelungenes Event heraus: Während sich msä in letzter Sekunde verpflegte, liess sich lti von Katharina, der Segellehrerin, das Boot erklären. Die Farbcodes der Leinen deckten sich mit denen auf dem Silsersee, also kein Problem. Bald schon tuckerten wir unter Motor vom Ufer weg, um Segel zu setzen. Halb dümpelnd halb segelnd stellten wir rasch fest, dass im unteren Seebecken mehr los war als an unserer momentanen Position. Dort war ein Regatta-Training mit erwähnter Katharina im Gang, das (und die?) wir uns aus nächster Nähe anschauen wollten.

Mutig kreuzten wir auf, umsegelten dabei diverse Kursschiffe und vor Anker liegende Freizeitboote und gelangten schliesslich an den Rand des Geschehens. Lti zeigte mir noch einige weitere Tricks so dass ich alsbald selber das Steuer (und während lti mit chb telefonierte auch das Kommando!) übernehmen konnte. Ein entmutigter Skipper in den letzten Rängen der Regatta liess sich noch dazu hinreissen uns zuzurufen: “Ihr behindered öis. Ihr stönnd eus im Wind. Mir sind da anere Regatta!”. Dabei wissen wir doch spätestens sein Janis Joplin alle, dass der Wind uns allen gehört…

Ein, zwei Mal durften wir richtigen Wind geniessen und das Deck neigte sich ungemütlich steil. Mein Kreischen quittierte lti mit dem gekonnt herablassenden Lächeln des Könners. Da es die Segelschule mit den drei Stunden nicht allzu genau nimmt, konnten wir uns Zeit lassen und machten uns erst auf den Rückweg, als die Sonne bereits untergegangen war.

Wir genossen den lauen Abend noch bei einen Drink in der roten Fabrik. Für einmal wollte lti heute vor mir gehen. Ich dachte, ein bisschen warten könnte sich lohnen. Keine drei Minuten später zeigte sich, dass ich Recht hatte…

Würste an Steuerbord

Ich schick es gleich voraus: Einer der gelungensten Jour Fixens in diesem Jahr und wieder geht er auf lti‘s Kappe. Auf jeden Fall fast, denn eigentlich bildeten die Heftis das wahre O.K.

Um halb fünf hatte ich mich am Bahnhof Altstetten einzufinden, wo mich lti nach einem kurzen Winker (vgl. mit den Kapiteln „1.3. – Wie stoppe ich in London ohne Gewalt einen Bus“ und „1.3.1 – Wie stelle ich sicher, dass ich mich dabei an einer regulären Haltestelle befinde“ in meinem Buch „London, leicht gemacht“) auflud. Wir fuhren auf Nebenstrassen nach Oberägeri wobei wir haufenweise Blitzkästen passierten – nicht immer ganz wechselwirkungsfrei. In Oberägeri luden wir chb auf, der mich beim fröhlichen Liederraten, das sich lti für die Anfahrt ausgedacht hatte, mit 4 zu 2 schlug. Wir möchten festhalten, dass wir Lady Gaga beide N.I.C.H.T. erkannten.

Wir waren heute zu Besuch im Ferienhaus von Vreni, Werni, Fränzi und Daniela am Ägerisee. Beim Anblick des Warnung-vor-dem-Hunde-Schildchens glaubten wir noch an einen derben Scherz. Dann kam Bruce. Bruce ist gross. Bruce ist schwarz. Und Bruce ist überschwänglich. Kurz, der ideale Partner für uns drei Hundefreunde. Bruce schaffte es im Verlauf des Abends nicht ganz bis in unsere Herzen. Aber viel wichtiger: Der Kompostgrill war schon am Laufen, der Katamaran bereit und das Motorböötli betankt.

Nix wie los auf den See! Bei Windstärke 1.82 zeigten chb und lti, was sie im Segelkurs gelernt hatten. Ich staunte. Vor allem, weil ich immer noch den Ruderkurs im Gedächtnis – aber lassen wir das. Während sich die Beiden mit den Schoten, dem Fock, der Takelage und dem Niederholer (siehe Züri Agglo Kräschers) vertraut machten, instruierte mich Werni beim Gebrauch des Motorbootes. Mit diesem jagte ich alsbald, bewaffnet mit lti’s Kamera, meinen beiden j.f.-Freunden hinterher. Ich muss sagen, sie schlugen sich verdammt gut. Dadurch fiel es mir natürlich leicht, einiges an tollem Rohmaterial für die DVD zu diesem denkwürdigen Tag einzufangen. Diese ist ab Freitag in den Verkaufregalen zu finden. Die Sonne verschwand zwar langsam hinter den Wolken, der Wind blies aber praktisch konstant und das Wasser blieb warm.

Schliesslich erfolgte mitten im See, also direkt über den in der Dünung sanft winkenden Habsburgern, der Wechsel vom ersten Offizier zum Matrosenanwärter. Unter chb‘s fachkundiger Anleitung durfte ich mich dem Fock annehmen. Er führte mich in die Welt der Wenden und Halsen (nix Patent) ein. Ein riesen Spass! Nicht vergleichbar mit meinen ersten Segelerfahrungen auf dem absolut windstillen Zürichsee! Viel zu bald mussten wir wieder zum heimatlichen Hafen zurück. Im Lee der Brandflue ergaben sich zwar einige tückische Flauten, welche wir dank chb’s präzisen Anweisungen aber gekonnt durchkreuzten.

Was wir erwarteten? Einen Cervelat. Ein Bier, ein paar Chips vielleicht.
Was uns erwartete? Ein wahres Bouquet an Grill-Köstlichkeiten! Crevetten, Peperonata, Zucchetti an Knoblauch, Pomodori Secchi im Speckmantel, dann ein Riesenberg verschiedenster Würste, mmmh. Vreni und Werni haben sich echt ins Zeug gelegt, herzlichen Dank! Dazu die tolle Aussicht über den See, die angeregten Gespräche, die Ruhe, Bruce mit dem Knochen…

Spät wurde es, bis sich die beiden Säumigschaffenden zum Gehen überwinden konnten. Mit Bruce im Nacken gings zurück zum Parkplatz und dann blitzfrei zum HB. 4½  Stunden Schlaf? Was solls, es hat sich gelohnt!

Vielen herzlichen Dank an die Heftis, die uns echt verwöhnt haben, uns ohne zu zögern ihren Bootspark zur Verfügung stellten und super Gastgeber waren! Vielen Dank auch an lti für die einmal mehr gelungene Organisation eines unvergesslichen j.f.

loch, löcher, am lochsten

chb ist zurück aus island. braungebrannt. weitgereist. um erfahrungen reicher. souverän. retour in züri aus einem einzigen grund[1]. der heutige j.f. : hb-züri-hardcore-underground-meet-the-durchmesserlinie programm ist angesagt, in begleitung (und organisiert) von trombik ingenieure ag (lti zeichnet verantwortlich) und einigen gästen, u.a. thesi us züri und el padre de chb aus bern.

enorm früh, nämlich schon um 17 uhr trifft man sich deshalb hinter den sieben geleisen, in der sihl-passerelle-porte-quai-unterführung. dort werden wir in empfang genommen von einem freundlichen ex-bähnler[2], der jetzt anstatt zugskompositionen leute durch den bahnhof pfercht. er macht’s nicht schlecht, allerdings hat er das apéro vergessen… item.

gleich vorneweg wird uns erklärt, dass es keine eigentliche baustellenbesichtigung gibt. worauf ein raunen durch die menge geht (huch!), denn damit war nicht gerechnet worden (schluck!), sind doch die gäste zu 85% bauingenieure. ein paar scheele blicke richtung organisator, ein paar gehobene augenbrauen. doch nach der kurzen schrecksekunde wird es dann viel besser als erwartet: während einer kurzweiligen stunde gibt es erst mal viele informationen zur logistik und vorgehensweise beim bau der durchmesserlinie. das gigantische projekt legt im bahnhof löwenstrasse 4 zusätzliche geleise unter den bestehenden hauptbahnhof und damit auch unter die sihl, die anschliessend – schön im sandwich – zwischen zwei vertikal übereinander gelegenen bahnhöfen hindurchfliessen darf. durch den tiefergelegten bahnhof (inkl. unterbodenbeleuchtung) fahren dann ab 2011/13 die fernferkehrszüge von ost nach west und umgekehrt auf direktem weg durch züri und den neuen weinbergtunnel hindurch, ohne in den sackbahnhof rein- und rausfahren zu müssen. das ist natürlich eine logistische meisterleistung, denn da müssen u.a. ein öfters mal hochwasser führender fluss abschnittweise stillgelegt, grundwasser abgepumpt, schlitzwände gebaggert, zement aufbereitet, tunnelbohrmaschinen gelenkt, stadtgebiet unterhöhlt, monströse bahnbrücken quer übers bestehende gleisfeld gebaut, und eine ganze menge bauarbeiter verpflegt werden. das alles (und mehr) erhalten wir anschaulich mündlich und mit ein paar toll animierten filmen erklärt. schapo!

Vier enorm wichtige Personen
Vier enorm wichtige Personen

nachdem im kino das licht wieder angegangen ist, gibt es endlich die heiss ersehnten goodies: helm und leuchtorange gilets! darin wandern wir anschliessend durch die sihlpassage zu neuralgischen baustellen: zuerst an der sihl, von dort zum bahnhofplatz und wieder zurück zum gleis 18. wir schauen dabei in zig tiefe löcher, die von baustelle zu baustelle grösser werden. momoll! beeindruckend! gewaltig! ungeheuer!

Eines von vielen Löchern
Eines von vielen Löchern

das ende ist dann schnell erzählt: gilets und helme wieder aufhängen, tschüss an herrn studer, rund 600m weiter südlich znacht in der reithalle (wo auch noch miss d. zu uns stösst). das rössli ist zwar etwas durcher als bestellt, aber trotzdem zart. zwei stunden später dann tschüss an die div. trombiker, mathematiker, geotechniker und missen. nur ein kleines grüppchen von drei unverdrossenen strebt noch einem trendy strassencafé zu, um diesen tollen j.f. würdig mit a) glace, b) bianchi, c) bier zu beschliessen. der langen rede kurzer sinn: geile gsi, thänks!
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[1] miss d. natürlich, hauptsächlich, muss man dazu sagen. der punkt darf natürlich nicht überlesen werden, gell. denn der markiert nur das ende einer (nicht genauer spezifizierten) aussage (die hiermit genauer spezifiziert wurde). wenn man den überliest, gibt es dem ganzen natürlich einen total anderen sinn, der durchaus nicht beabsichtigt ist.

[2] nicht bänkler