Wir waren im unteren Letten baden und dann am Schwedenbuffet.
Dies interessiert jedoch keinen, denn heute darf ich euch das Review zum Akinator präsentieren:
Testfigur = Beatrice Egli
10 Fragen ins Leere, dann:
Ist deine Figur aus der Schweiz?
Ja
…
Hat deine Figur mit Musik zu tun?
Ja, wow, jetzt gehts los!
…
Weitere 5 Fragen später:
Ist deine Figur aus Schweden?
QUOI? Nein
…
Lebst du mit deiner Figur im selben Haus?
HÄÄÄÄ??? Nein!
…
Passt deine Figur in deine Tasche?
Hmmmm, let me think. Nein!
…
Lebt deine Figur im Jungel?
Nope!
…
Ist deine Figur ein Fuchs?
WHAT THE ?!
…
Francine Jordi?
NEIN!!!
Anstrengender Schuur Fix heute: Es ging nämlich schon um 8:00 Uhr im GAC [1] Kloten los, was wiederum bedeutete, dass ich meinen Allerwertesten schon um 7:15 aus dem Bett hieven musste. Was für eine Zumutung!
Doch was dann folgte, war die Strapazen mehr als wert: First Officer und Pilot-on-duty Lti schleuste mich und Marco (aber nicht den fehlenden Msä) mit seinem Airport-Badge flugs durch die Sekurity [2] vorbei zum Hangar der Motorfluggruppe Zürich, wo schon eine für unseren Ausflug bereitstehende Cessna auf uns wartet: HB-CLH heisst das Schatzeli (diesen Namen werden wir heute noch sehr oft hören).
Vor dem Abflug müssen noch die Flügel festgeschraubt werden.
Nachdem der Käpt’n den Vogel professionell durchgecheckt hat (an allen Nieten rütteln, Tank abklopfen, Propeller zwirbeln, Anzeigen zählen, Pneus drücken, Gepäckklappe öffnen und schliessen, etc.) dürfen wir einsteigen, und uns noch kurz das Dashboard erklären lassen. Fazit: Anzeigen sind zum anzeigen da, die einen sind wichtiger als die anderen, aber alle sind toll und helfen mit. Auch die Karte dürfen wir kurz studieren (spannend, mal wieder was neues nach all den Landeskarten, Seekarten, Höhlenkarten und Bauplänen), dann heisst es aber schon “Sennheiser auf!”, “Fasten your Seatbelts!”, Klappe zu und Taxi zur Piste 28. Bevor wir zweimal leer schlucken oder zur Sicherheit noch den Ausweis des Piloten kontrollieren können ist der Flieger schon in der Luft (Takeoff mit ca. 60 kn Geschwindigkeit) und fliegt angenehm brummend über Zürich Richtung Zentralschweiss, äh, -schweiz.
Violette Bereiche = etwas kompliziertere Flugverhältnisse.Ready for take-off auf 280°.Pull! Pull!
Nach rund 20 Minuten brausen wir im Tiefflug über den Ägerisee. Leider sind weit und breit keine Heftis sichtbar, wir hoffen aber, dass wir wenigstens Bruce mit unserem Motorengeröhr einmal (nur einmal!) ein wenig einschüchtern konnten.
Rekken am Ägerisee. Ob das Bier wohl schon im Felsenkeller kühl gestellt ist?
Weiter geht’s mit viel Funkverkehr (anmelden, abmelden, anmelden, abmelden, usw.) via Lauerzersee, Rigi und Bürgenstock, vorbei am Stanserhorn, über den Sarnersee und über den Brünig, dann scharf links nach Meiringen, anschliessend rechts blinken und weiter in die Berner Alpen hinein via Rosenlaui nach Grindelwald. Dann am Wetterhorn vorbei, dessen Nordwand mich fast eindrücklicher dünkt als die kurz darauf erscheinende Eigernordwand. Das Wetter spielt mit, die Sicht ist grandios, die wenigen Wolken, die es hat sind alle höher als 4000 m. Beste Voraussetzungen also für den Vorbeiflug an Eiger, Mönch und Jungfrau, die sich uns in aller Pracht präsentieren. Und weil es so schön war, hängt der Käpt’n ein “instant replay” an und dreht noch eine Extrarunde über der grossen Scheidegg, inkl. 45° Kabinenneigung (gulp!).
Dieser Mann spricht die ganze Zeit in grosser Lautstärke mit wildfremden Leuten am Telefon.Auf nach Grindelwald! Wetterhorn, Schreckhorn, Lauteraarhorn, hinten rechts der Eiger.Die Königin der Alpen: Miss Jungfrau mit Propellerschlirgg.
Erschöpft vom nicht enden wollenden Geknipse, gibt nun mein Handy den Geist auf. Das macht aber nichts, denn das Hauptspektakel ist nun vorbei. In der noch verbleibenden Stunde propellern wir gemütlich über Interlaken und den Mystery Park (der nun offenbar Jungfrau Park heisst [3]), den Thunersee, vorbei am Niesen (SMS an meine Schwö mit Hinweis auf vorbeifliegenden Bruder wird leider nicht rechtzeitig gelesen) nach Thun und weiter über die lieblichen Hügel des Emmentals nach Sursee und schliesslich über den Zürichsee, haarscharf an einer Flugshow und am Manifesta-Floss vorbei Richtung Zürich-Kloten, wo wir kurz vor 11 Uhr wieder landen (Piste 34!) und das Flugi brav wieder da hin stellen, wo wir es weggenommen haben. What a Flight! What a Pilot! Merci Lti, das war ein geiles Gschänkli!
Intermezzo: Zmittag und 4h Büro.
Teil 2
Um 17:15 geht’s weiter: Die alljährliche Wallfahrt mit Bus-Zug-Bus nach Oberägeri dauert auch im 2016 immer noch gut fünf Viertelstunden und kostet einige Pendlernerven. Nach längerer Suche finde ich den Bootsanlegesteg, wo Cool-Man Werni, Miss Wakeboard Dani und Lti sehnsüchtig auf meine Ankunft gewartet haben. Mit 50 Sachen fetzen wir auf direktem Weg ans Südostende des Ägerisees, wo wir auf die emsige Mme. Hefti und das Sabbermonster Bruce treffen. Msä ist nach wie vor nirgends zu sehen. Was geht hier eigentlich ab? Ist das überhaupt ein JF? Jä nu, so futtern wir die hausgemachten Rindshamburger, von Werni perfekt saignant gebraten, halt zu fünft weg.
So sehen glückliche Hamburger aus. Speck und Brötli sind auch happy.
Immerhin sind auch Heftis mit einem Member weniger unterwegs: Fränzi befindet sich noch auf ihrer mehrwöchigen Hochzeitsreise durch Norwegen und das reisetechnisch sehr günstig gelegene, und darum problemlos dazukombinierbare… Österreich! Was liegt näher, als diese beiden Destinationen mit dem VW-Büssli zu kombinieren? Italien und Weissrussland? Färöer und Südfrankreich? Item, jedem das seine. Hauptsache es gibt steile Berge zum runterbiken, wir mögen den beiden ihre Flitterwochen von Herzen gönnen (JF-technisch wäre es uns natürlich lieber gewesen, wenn Ralph Fränzi dagelassen und dafür Bruce mitgenommen hätte, dann hätte es beim Znacht noch etwas mehr Anekdoten und dafür etwas weniger ohrenbetäubendes Geschnarche gegeben).
Werni holt grad neue Hamburger.
Doch eigentlich gibt es ja nichts zu verbessern. Wie immer war der Ausflug nach Oberägeri kulinarisch ein Hit [4] und an Gemütlichkeit und Entspannung kaum zu übertreffen. Und wie immer sagen wir: a) nächstes Mal sind wir dran und b) dann seid wieder ihr dran und c) wir freuen uns schon jetzt!
Fazit: Das war ein echt toller Hochzeitstag! Ich hoffe, Ms. D hat es auch genossen.
[1] General Aviation Center, hat nix mit Gaggi zu tun.
[2] Ausnahmsweise mal ohne +100 Blutdruckwert auf meiner Seite, habe ich schon mal erwähnt, dass ich Flugplätze, und die ver*#!? Sekurity insbesondere, noch vor den sch*#!* Duty-Free Shops und den tristen Wartebereichen am Gate, hasse, wirklich aus tiefstem Herzen verachte, und mich immer so aufrege, dass – item, eben diesmal nicht. Weiter im Text.
[3] Wir haben allerdings weder Ausserirdische noch Mr. von Däniken gesehen.
[4] Besonders hervorzuheben sind diesmal der perfekt gebratene (d.h. aussen knusprige und innen saftige) Speck vom Grill und das formidabel bestreuselte Zwetschgenkomp(l)ott, das Dani noch schnell aus dem Ofen gezaubert hat.
Heute fand der Jour Fixe wieder mal in Vollbesetzung statt. Da fragt man sich natürlich, ob die üblichen Zweier-swims mit anschliessendem Essen überhaupt noch als Jour Fix gelten. Die Vollbesetzung wurde heute sogar noch mit einer Blondine angereichert. Aber lesen Sie selbst:
Zunächst standen die Zeichen ganz auf Letten. Unterer natürlich! Wegen tagelanger Hitze war der primäre Plan, die Jugend am Seil unter der Brücke ein bisschen zu beeindrucken mit unseren gekonnten Moves. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch diese Rechnung gemacht und es musste ein Alternativprogramm her.
Zunächst aber wie gewohnt swim in Oerlikon. Der enttäuschte Brezelmann kann seinen Charme nur bei msä einsetzen. Pesc freut sich so sehr auf das Food Festival (har har, dazu später mehr), dass er lieber verzichtet und fastet. Die Revision des Hallenbads ist bereits gelaufen, es muss also kein Merker gesetzt werden.
Anschliessend reisen wir via den im Umbau befindlichen Bahnhof Hardbrücke zum ehemaligen Güterbahnhof. Hm sieht aber ziemlich ausgestorben aus, dieses Festival?! Eigentlich gibt’s nicht mal mehr Gäste als Angestellte! Es stellt sich heraus, dass das Food Festival zwar schon von Juli bis September geht, dabei aber doch nur zwei Monate dauert 1). Die Besichtigung der Kunst im Graben wirft ebenfalls einige Fragen auf. Quoi?
Plötzlich hustet rechts von mir ein Gebüsch. Aargh, er hats wiedermal geschafft, sich anzuschleichen. Seinem Gspusi gelingt das nicht: „Hey, Mann, guck mal die Blondine da, heiss, was?“ „Ähem, das ist doch Dominique.“ „Hüstel, aha, okay, ja wänn’d meinsch“.
Alles kostet mindestens zäh Stutz hier, auch wenn’s noch so dürftig und noch so vegi ist. Ich nehm mangels Alternativen die afghanischen Teigtaschen. Na ja. Von Chbs türkischen Rollen darf ich auch probieren. Er will einen Deal, denk ich noch. Beim Reinbeissen merk ich aber schnell, dass er sie einfach nicht selber essen will… Inzwischen regnets. Passt. Dann leisten wir uns noch was vom Burgerstand. Die zwei Hirnis da sind soooo langsam, dass man am liebsten davon laufen würde – hätte man zuvor nur nicht auf den Brezel verzichtet. Immerhin lernen wir, was Wiedikerli sind. Nämlich dünne, lange Würstchen. Entscheid, das „Festival“ in Richtung Café du Bonheur zu verlassen.
Beim Verschieben gibt’s Gossip zu den Themen Norwegen, Kinderspital, Spitzbergen, Pokemon Go und Seekrankheit.
Sofort erkenne ich beim Betreten des Cafes den Pullover, der mir vor über 30 Jahren in der Badi geklaut wurde. Leider hab ich die Quittung nicht mehr, sonst hätt ich ihn der Bardame wieder abgenommen. Ziemlich hippes Publikum, momol. Ich schäme mich ein wenig ob den afghanischen Sauceflecken auf meinem Tiischi. Blick in die Karte: Aaaaargh, da hätte man auch Essen können! Unter anderem Loup de Mer. Der Sound stimmt. Die Aussicht auch: Geölter Bodybuilder schüttelt Bettwäsche aus.
Und so nimmt der Jour Fixe ein gemütliches Ende. Gernwiederemalgäll
1) Siehe dazu auch antip‘sche Berechnung von Kündigungsfristen im Mietwesen