retsam murcs

Nach wenigen Zeilen mit klaren Anweisungen [1] wissen alle beteiligten, wann und wo sie sich einzufinden haben. Und so wird es – nach dem obligaten Schwimmen [2] – auch getan:

Trotz der unter [1] erwähnten Reservation sitzt an unserem Tisch schon einer. Er tinkt ein Bier und – o weh – raucht. Lti versucht ihn mit einem freundlichen „Jetzt müesse mer euch vertriibe“ loszuwerden und wird ignoriert. Der Mann stellt sich, man siehts an den doppelreihigen Knöpfchen an seinem Gwändli, als der Koch heraus.

The chb staunt nicht schlecht, als er uns neben dem Stammtisch und zusammen mit dem Marlboro-Man am Tisch (dieser hat den Koch ersetzt) sitzen sieht. Sein halbherziger Versuch, den Tisch zu wechseln wird im Rauch erstickt.

Was wir essen ist schnell klar: Ein junges Ross muss her! Die Croutons an meinem Nüsseler sind warm und schmecken leicht nach Speck, schleck! Das Fohlenfilet ist eine Offenbarung: Wie man es denn gerne möchte wird nicht gefragt. Nicht nötig, denn es kommt perfekt bleu bis saignant! (Leider ist‘s ja oft umgekehrt: Der ganze Tisch wird nach den Wünschen gefragt, die Daten mühsam aufs Zettelchen gekritzelt und am Schluss ist doch alles gleich bien cuit.) Eben, das Fleisch perfekt, die Sauce pikant pfeffrig, das Dessert (so was wie das hier) exzellent, I liiiiike!

Nebenan am Stammtisch geht’s rund: Sobald der Koch Schnitzel klopft, klopft Noldi auf den Tisch und schreit. Wir wagen es nicht, dem grauhaarigen Maniac böse Blicke zuzuwerfen, rangiert sein Portrait doch ziemlich weit oben in der Wand der Stammgäste [3]. Es ist sofort klar, dass wir in der Nahrungskette unter ihm stehen.

Dann angeregte Diskussion über scrum. Hab das Baby ja schon länger im Visier, allerdings ohne seinen Namen zu kennen :o). Chb kann uns – ganz in der Euphoriephase – so einiges darüber erzählen. Es wird geschwärmt, hinterfragt, argumentiert, abgewägt, zugestimmt, entgegengehalten, gefragt, überlegt, behauptet, vermutet, erklärt und gelacht. Genau so muss eine j.f.-Diskussion aussehen!

Noch vor 22 Uhr spielen die zwei Segler ihre Früh- resp. Spätschicht-Lern-Joker aus und man begibt sich zum einzigen Reiterbahnhof der Schweiz. Dort besteigt man widerwillig die S24 (widerwillig wegen berechtigtem Verdacht auf Popelpublikum) und lümmelt zur S14, der gemeinsamen j.f.-Linie. Simples Programm, tolle Wirkung, mercituusig!

Ach ja: Ich hasse wasserlose Toiletten!

Und zum Schluss noch dies: Wenn man bei scrum alles verkehrt macht, kommt ein Murcs heraus ;o)

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[1] resv. it’s done. tschöchb. plz tlme yr trn, i’m off wrk tmrw so i kn tschn yu

[2] Ja, ich erwähns gleich hier, sonst gibt’s wieder böse Comments: Ich, msä, gebe hiermit zu, dass das Glattzentrum vom Sternen Öerlikon aus gesehen (leeeeeeeeicht :o)) rechts von der Wallisellenstrasse liegt. Pesc 1, msä 0. Ist aber knapp und eh nicht sichtbar.

[3] Man staunt darüber, wie geordnet ungeordnet man Nägel in eine Wand hauen kann.

Schulterhalbhohe Keule von links hinten (SKLH)

Das war ein lustiger Jour Fixe! Der ganze Dank geht an chb, der kulinarischen und kulturellen Sachverstand bewies. Die ganze Schmach geht an lti, der mich die 15, 30 whatever Hantelkilos gnadenlos herumschleppen liess. Da ich keine „Freunde“ habe, denen ich so etwas zumuten möchte, wurde das Schicksal des Stahlklumpens auf dem – sehr mühseligen – Heimweg besiegelt [1].

Aber eben, Danküberhäufung an chb, der es, obwohl wiedermal zu spät kommend, verstand, diesen j.f. zu einem klaren Punkteanwärter zu machen:

Lti und ich setzten uns nicht wie befohlen in den Vorhof zur Vegetarierhölle (diese war bereits von ein paar Carnivoren besetzt), sondern gleich an den Veganer-Worstcase-Szenario-Tisch. Mit einem Caipi in der Hand und der – noch – herrschenden Vorfreude auf das schwere „Geschenk“ liess es sich gut warten bis auch the chb eintraf. Das Reschti ist von den Gleisen 51 – 54 aus ideal zu erreichen (niiiice). So der Zug dann auch dort einfährt… Ausserdem reist the chb ja jetzt [2] ein- und aussteigeoptimal, was ihm im vorliegenden Fall nicht gerade zu Gute kam :o)

Erst mal Fleisch. Viel Fleisch! Nach einem Salötli [3] vom Buffet gings auch schon los mit dem brasilianischen Fleischgelage. Nach einem Weilchen hatten alle am Tisch den Gebrauch des bereitliegenden Zängli begriffen und wir konnten unbesudelt [4] das Essen geniessen. Es war gut, wenn auch – zum Preis von 55 Franken – nicht gerade der Hammer.

Dann der – sehr mühselige – Weg in die Gessnerallee. In den Stallungen gabs Drinks von lti und Festbänke für unsere Ärsche. Ja, ich sags so unverblümt, die zwei aufm Sofa nahmen auch kein Blatt vor den Mund! Es ging um Worstcase-Szenarios in der Welt der Literatur, des Films und des Hörspiels. Sprich schlechten Darstellungen in der Kunst an sich. Thema heute: Sex. Die beiden waren super! Andreas Storm sah man die Freude am Thema und den dazu gehörenden Exzessen förmlich an. Cathrin Störmer ging ein bisschen weniger mit, nicht so schlimm. Die absurd sinnlosen Porno-Dialoge waren nur eines der Highlights:

„Das ist der Stromkasten, mit dem wir immer Probleme haben. Können Sie sich den mal ansehen?“
„Wieso liegt denn hier überall Stroh herum?“
„Wieso haben Sie ne Maske an?“
„Ähm, tja, hm. Blas mir einen!“

Okéeeeee?

Das Hörspiel in drei Teilen war eine weiterere Klimax [5]: Andreas mimt die Frau, Cathrin bewegt die Lippen (OL [6]) zu Maltes Gestöhne. Sauglatt, bloss: Wer hört sich das beim Einschlafen an? Es ging Schlag auf Schlag, schon folgten die nächsten Filmausschnittchen. Als alter Winterthurer-Kurzfilmtage-Mitvisionierer kann mich aber nichts mehr erschüttern, sei es auch noch so grotesk schlecht und krank.

Richtig heiss wurde es bei der Literatur:
Zunächst etwas altes – aber nicht minder kaputtes – von Wilde. Ziemlich schwul, klar, so war er halt, der Kari. Von seinen Fans aber wird heftig bestritten, dass das von ihm ist…
So richtig lustig wurde es bei einer der Biografien von Klaus Kinski. Andreas trug uns in einem Atemzug ein fulminantes Potpourri an Namen, Orten, Ländern und Ethnien vor. Klar, dass jeder Name, jeder Ort, jedes Land und jede Ethnie eine Sexorgie [7] repräsentierte! Der männerverschlingende Arsch der Menschenfresser-Tochter beeindruckte mich besonders, da werd ich noch zu nagen haben! Und am Schluss? Onanieren!
Apropos onanieren, zwischendurch wars auch ein bisschen beklemmend: Zum Beispiel bei den Kindergeschichten, die dem Zweck dienten, die Onanie als teuflisch, ja gar tödlich zu brandmarken. Oder bei den Werken von Henry Miller, der von wirklich absurd kranken Phantasien geplagt worden sein musste.
Die erste Katalogisierung aller 523 heterosexuellen Stellungen gelang natürlich einem Deutschen, da sind die einfach unschlagbar drin. Nur schon die Erklärung der vier Grundzugänge an eine Frau gaben mir fast den Rest: Schulterhalbhohe Keule von links hinten, hinterkeulig, keulig, gekeult, Frontalhalbfusshoch, von vorne überschenklig und viele mehr. Da werd ich mir einige Begriffe für neue Spannmittel ausleihen können!

Und zum Schluss noch dies: Walter Roderer rutschte als Nötzli natürlich rein versehentlich in die Liste mit den Softpornos!

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[1] Fotostory folgt
[2] dank mir
[3] Biilage miide!
[4] die Besudelungen folgten später
[5] not in the sence of an orgasm, silly!
[6] O wie oooooben
[7] die ihresgleichen sucht

Holy Jelly!

Zunächst wiedermal schwimmen. Der Trainer hat keinen Plan. Für was zahl ich den eigentlich? Er verspricht Besserung bei vervierfachung seines Gehalts…

Diesmal in der Unterführung rechts und dadurch
a) sicherer, da ohne Schwingtreppe
b) schneller @ chb.

Dort treffen wir exakt um 18:30 ein und finden den [1] verwirrten chb vor, an dem echt ein Schauspieler verloren gegangen ist: Seine Uhr geht, obwohl noch ganz neu, genau [2] eine Stunde nach. Nix auf’m Tisch, die sonst schon arg gebeutelten Gäste [3] müssen wohl oder übel mit anpacken beim Erstellen der Berner Platte. [4]

In einem unbeobachteten Moment gelingt uns die Flucht aufs Fläzsofa. Als uns der Herr des Hauses dort aufspürt, gibts nicht etwa Saures, sondern Geschenke! Handerlesenes aus dem Hause Holy Jelly: X-Mas in a Jar aus der Reihe Light-in-a-Box, cool. Dazu schöne Worte. Gleiches von lti zusammen mit der Aufforderung, ihn hin und wieder vom Arbeiten abzuhalten. Lässt sich einrichten… Mersituusig namal!

Die Berner Platte mundet ganz vorzüglich und genug hats auch. Der Primitivo [3] bekommt vom Weinverschmäher das Prädikat einigermassen trinkbar, was auf einen Spitzentropfen schliessen lässt. Währenddessen Begutachtung der erstandenen Krabbel- und Zitter-Geschenke mit Aug und [5] Hand: Cooles Männerspielzeug! Für die Frauen wurde nix gefunden, weshalb diverse Schundromane mit Grapschcovers bereitliegen. Chb wettet, in jedem der Bücher eine der [6] Sexszenen innerhalb einer Minute zu finden. Er schaffts zweimal in 34 Sekunden, was
a) für ihn spricht (irgendwie)
b) dom ein Knurren entlockt.

Das will näher untersucht sein. Sie macht den Tiger auch, wenn chb die gefundenen Szenen rezitiert. Ja, einen Tiger gibts schon für übertrieben langsames Sprechen. Der hats schön, unsereins muss sich fürs Vorspiel mehr einfallen lassen…

Dann trete ich gewaltig ins Rahmnäpfli, als ich es wage dom’s Dääfeli zu kritisieren. Zum Glück habe ich Argumente… [7] Nach dem Grappa con sughero wird nicht gespielt [3], sondern weiter gefläzt. Sinnreiche Diskussionen während denen lti langsam wegfadet. Irgendwann wirft uns dom raus, da sie morgen frühschichteln muss.

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Punkte zum Merken:
– Finken-Depot anlegen
– Oké-Garderobe wird langsam instabil
– Langsam sprechen
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[1] scheinbar?
[2] klar!
[3] Spiele und Gesöff anschleppen!
[4] Fairerweise muss erwähnt werden, dass chb später unter Schwur die Wahrheit seiner Geschichte bestätigt.
[5] (Fett-)
[6] zweifellos dicht gesähten
[7] okay, eines

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{

Heute schleppte uns lti ins <Hallenstadion> und liess uns am <Sechstagerennen> teilhaben. Der Treffpunkt war <der chad>, die Tickets hatte <qbi, unser heutiger Gast,> bereits organisiert. Die Verpflegung war <zweckmässig> und <gesponsert>. [1]

Das  <Hallenstadion> tobte bereits, als wir unsere Plätze einnahmen. Der Hauptsponsor <möchte unerkannt bleiben> [2]. Als Moderator führte uns <ein Plauderi> durch den Abend. Die Sportgeräte <glänzten> im <Scheinwerferlicht>.

Im Verlaufe mehrer atemberaubender <Rennen> lernten chb und ich, dass
a)  <Tennis> ein wirklich spannender Sport ist [3]
b)  die <Klotener Cheerleader> und <der Stuntman> auf ihre Performances wirklich stolz sein können [4]

In der Pause genehmigten wir uns <eine Verschnaufpause, da sich die ganze Halle inzwischen mit Abgasen gefüllt hatte – und ein Glace>.

Nach weiteren sehr spannenden <160 Runden> war klar, dass der Lokalmatador <Bruno Risi> den Tag <erfolgreich> hinter sich bringen würde.

An <der> nun anstehenden <Nominierung des Velofahrers des Jahres> konnten chb und ich leider nicht mehr teilnehmen, weil <wir die S14 erwischen mussten>.

[1] <null>
[2] <merken wir uns Markus>
[3] <null>
[4] <not>
}

smells

Die Location: @ chb
Die Organisation: by msä
Die Superpunkte: an lti
Wenigstens bleibt der Passabenestand unverändert! 3:1 [msä,lti].

Nach dem zirka 2 Tage anhaltenden apokalyptischen Mailverkehr [1] wurden Käse eingekauft und Karten studiert. Seekarten um genau zu sein. Im Niedersächsischen Watt. Mit so Leuchttürmen. Und Bojen. Und Radarlinien. Cool

Dann gemächlicher Aufbruch zu dem chb. Easy, nur gschwind durch den Tunnel durch und schon ist man da. Convenient, aber wegen schwingender Treppe nicht ganz ungefährlich! Schon ganz wohnlich und mit einer Oké-Garderobe präsentiert sich die neue Wohnung.

Während die Zwei ihre 10 Minuten Segelgesprächsguthaben aufbrauchen, bereite ich den Käse vor. Lti versaut es sich fast mit dem chb, als er hilft ein paar Kisten auszuräumen. Der “Abzug“ verteilt unterdessen den Smell in der ganzen Wohnung. Dom orientiert sich ganz an ihrem Partner und kommt mir und dem fertigen Fondue an der Tür entgegen.

Den Panettone morbido gibt’s dann geschüttelt, nicht gerührt. Dazu 15-fränkiges Glace und Kaffee aus aussersihler Wasser. Der Parlet-tone-Roboter erwärmt derweil Münzen [2].

Wie wenn der Knoblauch-Smell nicht schon genug des Guten wäre, zieht man weiter ins Kafi Schnaps. Völlig uniformes Publikum. Ach nein, da hats drei, die nicht dazu passen. Finde sie [4]! Cooles Interieur einer ehemaligen Metzgerei. Erinnert mich an die Londoner Tube. Schön. Lti übernimmt die Drinks und hoffentlich damit nicht sich selbst. Mersi.

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[1]

Apokalypsis
Apokalypsis

[2] die ich das nächste Mal entweder in Stube, Büro, Schlafzimmer whatever liegen lasse oder gleich selbst behalte!

[4] im Rauch [5]

[5] Nein, die [3] werdet ihr nicht finden, musste ich doch zu einem Kniff greifen, damit die drei nicht dazu passenden Personen nicht mit der Fussnote mit der Nummer drei verwechselt werden und damit der ganze Text als solches mitsamt seinen virtuos eingesetzten Fussnoten völlig unverständlich geworden wäre.