abend, sultan-style

msä ist immer noch krank!
chb steckt noch im büro!
lti hat ein 1-klass-ga!

was macht man mit so einer konstellation? yepp, correctomondo, macht zu zweit voll gratis eintritt in die SBB förscht-klass-lounsch im HB züri. fett im gediegenen sessel fläzen, die füsse im flauschigen teppich versenken, kafi-uselah bis zum geht-nicht-mehr, alle zapfhahnen am getränkespender ausprobieren (argh, nur alkfreies bier[1]!) und auf die häppchen warten. und noch länger auf die häppchen warten. doch die kommen leider auch nach einer stunde noch nicht, weil es gar keine gibt. nix die bohne, nicht mal ein grissini, geschweige denn ein panettone oder ein schinken-sändwich oder ein kägi-fret oder sonst so ein elvetino snäck, keine mini-bar, nüt, gar nüt. fazit: nichts für hungrige. aber wenn man lieb fragt, kriegt man ein stück papier zum draufschreiben[2] (nicht zum essen).

nachdem wir uns so also etwa eine dreiviertelstunde vom normalen bahn-pöbel[3] distanziert haben, brechen wir auf, um noch standesgemäss zu dinieren. das popel-tram #4 trägt uns flink richtung höngg. unterwegs halten wir ausschau nach einer passenden raststätte, passieren dies und das, und finden schliesslich das sultan[4] passend. erstens weil wir ja heute sowieso ein bisschen auf dem hohen ross sitzen und überhaupt, weil ja die sultans mit ihren minaretten, diesen herrschaftssymbolen, die sollen nur nicht meinen, die.

wir setzen uns also rein in die spelunke, bestellen die zwei spezialbier (eines mit rosenwasser[5] und eines mit minzesirup, beide nicht weiter zu empfehlen) und dazu wahllos/dezidiert 8 mezze (aus ca. 20).  die sind dann ratz-fatz weggeputzt und herrschen tut danach vor allem noch der nicht gestillte hunger. der wirt merkt, dass sich eine katastrophe anbahnt (viel bezahle, kleine porzione, nitte zufriede) und bringt flugs noch mehr fladenbrot und schüsseln mit hummus und auberginenpaste. klever[6]!

danach ist fertig mit lustig, morgen wartet schliesslich wieder die frühschicht. zahlen, bitte!

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[1] yepp, das hätte man aber schon vorher wissen können

[2] z.b. um wichtige planerische details (hasliberg) festzuhalten, schliesslich ist das eine business lounge

[3] abschätziger, pejorativer ausdruck für das “gemeine volk”. aber sie! das volk, das ist doch die SVP?

[4] arabisch: herrschaft, herrscher

[5] würg

[6] der gast, der nach einer schüssel hummus noch hungrig ist, muss erst noch erfunden werden

fit = schleppen oder nicht schleppen

obige frage hat msä für sich mit b) beantwortet. er blieb dem bereits weit im voraus angekündigten zügelevent @chb-hws-3et/5et -> @chb-rbs-eg krankheitshalber[1] fern. mit entsprechenden konsequenzen (s.u.)

doch chb und lti mussten’s nicht ganz alleine richten. denn der chance, an einem j.f. teilnehmen zu können, auch wenn es kisten schleppen bedeutet, konnten die zwei eingeladenen tbr und flv nicht widerstehen.

um 17:30 uhr wurden so t-mobil[2] und mobility-karre[3] vor der hws parkiert und die schlepperei ging los. d.h. geschleppt hat vor allem einer, nämlich der zügelnde, der rest war während der nun folgenden 2 stunden vorwiegend mit pack-strategien und deren umsetzung beschäftigt (scheinbar, your mileage may vary).

but who cares? kurz nach 19:00 uhr war der transporter rappelvoll und alles[4] drin; der schreibende traute seinen augen kaum, hatte er doch mit 2 fahrten gerechnet (allerdings in halber zeit). also verschiebung an die rbs, wo dom dann auch noch ihren teil beim auspacken und reinschleppen beitrug. grund dafür hatte sie: nicht unbedingt, weil sie zur umziehenden partei gehörte[5], sondern weil es jetzt, wo die arbeit getan, und alles in der neuen wohnung schön aufgestapelt war[6], zurück an die hws ging, wo zwei versprochene f.i.t. ihrer verzehrung harrten, auf welche sie natürlich keinen anspruch hätte erheben können, wenn sie nicht wenigstens ihr beautycase selbst reingetragen hätte[7].

in bester j.f. manier, d.h. locker im noch-nicht-ricardo-verkauften ikea-poäng-sessel wippend, resp. auf dem noch nicht gezügelten sofa flätzend,  liess die truppe dann den tag mit einem oder zwei gläsern scotch ausklingen. und am schluss durfte flv sogar noch mit lti nach oer mitfahren. wirklich ein ritter der strasse, dieser[8].

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[1] er behauptet deswegen, ich sage er hat einfach hier die richtige karte gezogen (7. abschnitt)

[2] man kann’s nicht genug sagen: thänks, thänks, thänks! was wäre ein leben in zürich ohne das t-mobil?

[3] schliesslich bin ich seit 2 jahren genossenschafter! und habe in dieser zeit noch nie ein auto gemietet!

[4] wirklich alles!

[5] wieso auch? zum zügeln mit kollegen muss man ja selbst nicht anwesend sein, q.e.d. chb sommer 2000

[6] wohl eher der wahrheit entsprechend: wahllos über möglichst viele m2 verteilt

[7] please, please, baby, bitte verzeih’ mir

[8] siehe auch hier, denn von nichts kommt nichts, resp. umgekehrt

Testosteron in der S14

Testosteron in der S14? “Na klar, vermutlich jede Menge”, werden Sie sich sagen. “Aber was hat das mit diesem Jour Fixe zu tun?” Lesen Sie selbst:

Zunächst mal schwimmen. Eine Mutter bringt ihr Kind ins Training und findet: “Ich möcht’ mich aber nicht ausziehen.” Lti, frivol wie immer: “So schad!” Die drohende Anzeige wegen Sexual Harassment kontert er gekonnt mit einem Gegenangriff aufgrund Erregung öffentlichen Ärgernisses. Drinnen drohen weitere Erregungen, wir reissen uns aber zusammen und – schwimmen.

Dann Einkauf im Coop. Msä nimmt die 11, lti die 51. Der neue Passabenestand: 3:1 [msä,lti]. Lti wird kurz von Glückshormonen überschwemmt. Zu diesem Thema aber später mehr. Mit dem Eve-Fourpack in der Hand müssen wir uns zum wiederholten Mal vor der (natürlich männlichen) Kundschaft beim Biergestell rechtfertigen. [1] Dann der Checkout: Msä spricht endlich aus, was alle auf die olle Frage “isch guet gange?” schon lange antworten wollten: Nämlich, dass der Scanner Kacke ist. Natürlich kontert die Verkäuferin sofort mit einer Stichprobe, die wir wiederum mit noch mehr frechen Sprüchen und einem seeeeehr korrekten Betrag [2] abschmettern.

Vorbereitungen am f.h.w: Ofen einheizen, Bierchen trinken und  – wegen leerer Wasabi-Gestelle im Coop – halt Sri Lanka Curry Nüssli knabbern – okay leeren. Mein Urteil zu Letzteren ist ernüchternd: Keine Chance haben die gegen den Wasabi-Klassiker, war aber’n Versuch wert [3].

Dann: Chb läutet, säuselt französische Worte in die Gegensprechanlage, kommt hoch und ist – anders! “Der Kerl ist doch auf LSD“, durchzuckt es mich. Halb rennend, halb schwebend schiesst er in die Wohnung, ist schon halb an mir vorbei, begrüsst mich doch noch, wirkt desorientiert, kommt schliesslich zu einem Halt und sprudelt los: Wipkingen, Istambul, j.f.-Züglete, irgend ein extasischer Telefonwechsel, eine heisse Verwalterin, Rückfall ins System Adler… Staunend betrachten wir den neuen chb, schaffen es schliesslich, den armen Kerl zu stoppen und holen ihn zurück an den f.h.w. Dann, langsam, ganz langsam macht sein Gesprochenes Sinn und wir verstehen: Er und dom haben die Wohnung in Wipkingen bekommen und ziehen schon bald um! Der Weg dahin war nicht ganz einfach, ja bedingte gar einen Wortbruch, was sich chb noch nicht ganz verzeiht. Wir gratulieren und helfen natürlich gerne bei der Züglete! [4]

Es folgen die legendären Moules et frites. Garnüdemalesoschlächt! Alles tipp topp, sehr schmackhaft und auch genug. Merci! Weitere Gespräche zum Thema – hm was wars noch – ach ja, Wipkingen, Istampul, j.f.-Züglete… Nein, man muss fairerweise sagen, dass wir haufenweise gelacht haben und sich das Gespräch natürlich nicht nur um obige Punkte gedreht hat. Da war auch noch was mit Klein-chb, der – bester Freund etlicher Mädchen – [5] natürlich die Klippen von Acapulco kennt und mehr noch, mit Federica de Cesco auf du und du steht. Die Freund- endeten überigens nie in Liebschaften, vermutlich weil er den Mädchen seiner Umgebung mit seinem, zugegebenermassen sympathischen, Bernerdialekt [6] einfach nicht imponieren konnte.

Nach der Vorbesichtigung von chbs Wohnung im www, einem Stehdessert und dem Checken von chbs Mails [7] stünde jetzt das nächste Traktandum an: Spiele! Aber zunächst noch ein bisschen Chemie: Mittlerweile lösten sich in chb’s Körper die Bindungen zwischen Neuropeptiden und Opioidrezeptoren fast vollständig. Sprich, die Endorphine begannen sich zu zersetzen. Durch das nun (wegen dem eh schon im Überfluss vorhandene Adrenalin) entstehende Ungleichgewicht bildete sich so – pures Testosteron! Die Phase dauerte glücklicherweise kaum mehr als eine viertel Stunde und zum zweiten Mal heute abend konnten wir uns am eben zurückgewonnenen guten alten chb erfreuen!

Aber dann: Spiele! Zunächst ein Kuhhandel, der mir drastisch vor Augen führte, wieso ich ein lausiger Bauer wäre und nicht mit inflationären Situationen umgehen kann. Dann widermal ein Tasso, bei dem dem chb natürlich sein immer noch erheblich erhöhter Adrenalinstand in die Quere kam und es in der Folge zu einem (leicht) gehässigen Regelgezanke kam. Für mich hörte sich das ganze etwas nach Calvinball an :o)

“Na, ganz lustig, aber was ist jetzt mit der S14?”, fragen Sie sich zu Recht. Genau! Die S14 wird bald zur j.f.-Linie und verbindet uns drei (und das Hallenbad und Wallisellen) in Zukunft miteinander!

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[1] So im Stil von: “Es ist nicht so wie’s aussieht!”, wenn man mit einem anderen Mann in der Jelmolitoilette von der Frau/Freundin beim Sex erwischt wird. [8]

[2] Ja, da staunen wir selber!

[3] Damage: 3.95 Fr

[4] mit Doppelvorspeise, [9] Filet im Teig (1pP) & Dessert

[5] Ja, ich mag Gedankenstriche – seit neuestem

[6] ganz anders als der heissen Verwalterin

[7] Nicht nur ein I-Phone, nein auch ein gewöhnlicher PC mit Internetanschluss kann asoziales Verhalten provozieren.

[8] Das mit den Fussnoten überzeugt, weshalb ich es dem chb jetzt einfach abkupfere.

[9] Ein Zwischensorbet kann die Tragleistung eines erwachsenen, gesunden Mitteleuropäers um etwa einen Viertel steigern.

goldwandern

Versprochen ist versprochen: Hier der Bericht. Denn: So früh war ich noch nie zurück von einem jour fixe! Gut, wir waren auch früh unterwegs. Aber lesen Sie selbst:

Das Objekt der Begierde lag heute in Goldbach. Genauer im dortigen Hafen. Es ist der Yingling von ants Grosspapa selig, der da vor sich hin dümpelt (der Yingling). Das geräumige Segelboot mit der grünen Decke, Haube, Kappe, Abdeckung, whatever wurde bereits ab 17:30 von den zwei Fachkundigen unter uns eingehend geprüft. Meine Rolle war mehr die des Beleuchters. Zumindest den Halbling hatte ich aber sofort unter Kontrolle.

Beim Eindunkeln wussten die Zwei: somöchemers! Für die Segler war schnell klar, dass sie sich dem nun verwaisten Boot annehmen und ihm gute Väter sein würden. Die Buchungs-Page im Web ist schon fast implementiert, die Vermietung zur Streetparade eine abgemachte Sache.

Jetzt wurde es richtig streng: Unsere Wanderung führte uns – diesmal beim Zebrastreifen aber nicht minder gefährlich – über die Seestrasse und dann den goldenen Hügel empor. Unter kundiger Führung des I-Telefonierers konnten wir natürlich nichtmal beim Düggel verloren gehen. Wir gelangten zum Gemeindehaus Zollikon, das nicht gerade durch seine Architektur besticht. Doch da steckt mehr drin als man meint: Auf jeden Fall wurden wir aufs Köstlichste verpflegt! Nach dem obligaten Einstiegsgeplänkel und einigen verlegenen Floskeln, die sich alsbald als knallharte Lügen herausstellen sollten, entschieden sich chb und msä dann doch noch für die Totalvariante (Suppe + Salat + Hauptspeise + Dessert). Wer hätte das gedacht? Lti, ganz der Feinschmecker, entschied sich für die Suppe und die Leberwurst. Der Service war zuvorkommend, witzig und beim Dessert so weise, uns weder die riesenhafte noch die klitzekleine Version zu bringen, sondern uns eine auf unsere Abmessungen zugeschnittene Lösung zu präsentieren (sog. customised sweets).

Wegen ltis herbstlicher Müdigkeits-Attacke und beginnender Berauchung des Raumes machten wir uns bald auf die Socken. Chb bestand – vermutlich wegen der Aussicht auf die lange Nacht der Hotelbars – nicht auf einem Schlummertrunk.

Den Nachhauseweg traten wir wie gesagt eher früh an. Demokratisch wählten wir dazu zunächst die Variante on foot. Schon nach wenigen Metern belohnt durch eine Kreiseleinfahrt, die ihresgleichen sucht und einen wunderbaren Ausblick über den nächtlichen See, führte uns der weitere Verlauf der Wanderung vorbei an haufenweise goldenen Türklicken zum Bahnhof Tiefenbrunnen. Von dort nahmen wir statt dem Popeltram [1] die Schnellbahn in den Stadelhofen, wo sich unsere lose Gemeinschaft noch weiter aufzulösen begann.

Hat Spass gemacht, war fein und vielseitig wie immer!

[1] Jetzt fängt der auch noch an mit diesen Fussnoten?! Ja, zwecks rasierklingenscharfer Beweisführung:

Popeltram: Das passiert Dir in der S15 nie (hoffentlich)
Popeltram: Das passiert Dir in der S15 nie (hoffentlich)