Carwash & Co.

der heutige j.f. stand ganz im zeichen der voiture (von lti).

heute wurden, unter anderem: leute eingeladen, bubenträume erfüllt, niedere instinkte befriedigt, grossartige bauwerke befahren, architektur er-fahren, nochmals grossartige bauwerke befahren, raststätten-ikonen besucht, städtische ausbremser-politik erlebt und leute ausgeladen.

doch ein bild sagt mehr als 100 worte (click to enlarge*):

La tour de la voiture j.f. 12/05/2009
La tour de la voiture j.f. 12/05/2009

legende:

  1. einladen chb + msä, bhf oerlikon, 16:35, resp. 18:15
  2. carwash mit michael jackson (billie jean), volketswil, 18:45
  3. mc donalds drive-thru, 3x (div. menu plus, dessert, kaffee u. dessertergänzung), volketswil, 19:00-19:45
  4. westumfahrung zürich, inkl. üetlibergtunnel (lang, gerade, geil, neu), 20:15-20:30
  5. sihl-city, rampenspindeln parkhaus (8 stockwerke, leicht trümlig), zürich brunau, ca. 20:30
  6. westumfahrung zürich, inkl. üetlibergtunnel (nochmal, aber in die andere richtung), 20:30-20:45
  7. fressbalken, berühmt-berüchtigte autobahn-raststätte (2x mango-lassi, 1x kiwisaft), würenlos, ca. 21:00
  8. flankierende massnahmen westumfahrung zürich, weststrasse u. seebahnstrasse zürich, ca. 22:15
  9. ausladen msä + chb, hb züri, 22:30

sound aboard:

  1. prodigy – invaders must die
  2. michael jackson – HIStory, vol. I
  3. cypress hill – stoned raiders
  4. amy winehouse – back to black
  5. symphony x – v
  6. samael – reign of light
  7. massive attack – mezzanine
  8. white zombie – astro-creep: 2000 (not played)
  9. stefanie heinzmann – masterplan (not played)

* the image, not your willy, stupid

Züri Agglo Kräschers

I – Wallisellen

office crashers #2! wenn msä “reishauer” ruft, dann kann das nur wallisellen heissen. so trifft man sich also zu ausserordentlich früher stunde (17 uhr) am besagten bahnhof, wo lti chb fachkundig den weg zu den heiligen fertigungshallen weist. dort werden wir bereits von msä im übergwändli abgeholt und via sein büro (=gepäckdepot) und vorbei an ein paar trümligen verwaltungsräten (o-ton msä, so ungefähr) in die montagehallen im untergeschoss geführt. leider erhalten wir zwei anderen keine übergwändli, weshalb wir offensichtlich von weitem als auswärtige zu erkennen sind. deshalb unser (schlauer) tarnungs-plan: kunde auf werkbesuch! das bedeutet: allpott verständig zu msä’s fachkundigen erläuterungen nicken, ab und zu daumen und zeigefinger ans kinn legen und die stirn runzeln, während von msä ein wichtiges detail demonstriert wird, ständig (mentale) notizen machen, auf maschinen und teile zeigen und lauthals käufe (in stückzahlen zu mehreren tausend) in erwägung ziehen, prüfend auf allerlei knöpfe drücken, abschätzig dreckige maschinen mustern, staunend flinken roboterarmen bei der arbeit zusehen (highlight!) [1], diverse zahnräder behändigen und einer genauen musterung unterwerfen, ab und zu die köpfe zusammenstecken und sich flüsternd unterhalten, usw. usf. man denke sich mit etwas fantasie seinen eigenen teil dazu. kurzum, ein lustiges und gleichzeitig interessantes und lehrreiches spili. nebst dem beschickungsroboter (der der eigentliche anlass für unseren besuch war) gab es auch noch bestückungstrichter mit ausstossspitze, schnecken und leider keine dingsda mit gefederter einführhilfe zu sehen (letztere wurden nur ausführlich erklärt, man lese msä’s kommentare für die korrekten benamsungen). für den bürohengst chb (quartärsektor) eine grossartige führung in bisher unbekannte gefielde (sekundärsektor), mörsi!

II – Dübendorf

nach der langen führung mit nur minimer zwischenverpflegung war nun dringend ein grösserer imbiss vonnöten. leider war eine pizza-bestellung vom reishauer aus keine option,  was msä dazu bewog sushi in oerlikon vorzuschlagen. eine gute idee, weshalb wir auf kürzestem weg zum kebabstand am bahnhof oerlikon öv-lten [2]. dort wurden u.a. eine pita, ein schisch-kebabteller, eine döner-box und ein falafel verdrückt, wonach endlich ruhe herrschte und etwa 19 uhr war. so früh, immer noch?

III – Dietlikon

wenn schon agglo, denn schon agglo. nachdem wir also in den suburbs von züri gestrandet waren, machten wir vom dortigen angebot gebrauch: die ikea in dietlikon hat schliesslich am dienstag (1 grünes männchen = best shopping time of the week!) bis um 21 uhr offen, und überhaupt waren wir alle schon lange nicht mehr dort und msä hatte sowieso noch [3] einige besorgungen zu erledigen. demzufolge gab er den allgemein kürzesten weg rückwärts durch die ikea vor, der uns schliesslich auch beim dessert (princess torta [4]) vorbei führte. “nur” etwa eine stunde später standen wir darum schon wieder auf der strasse, natürlich erst nach der bezahlung als selbstscanner (ausnahmsweise mal nicht so).  was nun? erst 20 uhr und immer noch jour-fixe? und conrad und media markt sind auch schon zu?

IV – Schwamendingen

als logische konsequenz blieb uns da nur noch ein abschluss in schwamendingen. dieses gehört zwar streng genommen nicht zur agglo von züri, fühlt sich aber so an. nach einem längeren fussmarsch, der in der besteigung des 747 agglo-shopping-busses und der befahrung dessen neuer route (whoa, itz chasch diräkt zum mobitare und office world fahre, muesch nüme tschumple!) gipfelte, landeten wir beim bahnhof stettbach. dort entgingen wir knapp dem totschlag durch ein aussscherendes tram, retteten aber geistesgegenwärtig nicht nur unseren eigenen arsch, sondern auch noch eine thailändische grossfamilie [5]. mit dem 7ni ging’s dann altbewährt [6] an den schwamendingerplatz, wo’s im restaurant “blueme” nebst ein paar schrägen blicken der stammtischler auch noch einen waschechten “fööööööörlibuckkkkchkch” vbz-ler zu bestaunen gab.

dänn ab uf’s tram und uf de bus, piff-paff-puff und schluss-fidibus.

V – Fussnoten

  1. die roboter waren die einzigen, die dort gearbeitet haben
  2. häh?
  3. zufall?
  4. in schweden nennen wir die kaffeepause “fika”. entspannen Sie sich bei einer tasse kaffee und machen sie einkaufspläne, während sich die kinder im spielbereich des restaurants vergnügen.
  5. “jeden tag eine gute tat” für lti und chb, die alt-pfadfinder
  6. chb verbrachte seine ersten 3 jahre in züri am stettbacherrain in schwadi

Und er so…

…wieso chunnsch nöd schwümme? Und ich so: Ich han Entzündig! Und er so: Krass! Und ich so: Scho, Mann! Und er so: Was häsch gmacht? Und ich so: Nüt, ‘ch schwör!

Um 18:15 trudelten die Gäste im Accu ein. Merke: Während dem Sprechen Knöpfli gedrückt halten! Lti überraschte und mit einem bunten Potpourri an verschiedensten Drinks, great (+3P). Das Buch hätte noch mehr her gegeben, leider fehlte es aber an einigen Grundzutaten (-2P). Der Eierdrink war mein Favorit!

Angeheitert konnten wir uns auf den Weg in den nahen Hühnerstall machen. Spätestens bei den  P.W.C. ereilten mich wieder die Gelüste, endlich mal was zu sprengen. Mit einem Sprengmeister im Grüppli dürfte doch das kein Problem sein! Lebhaft stellten wir uns die plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-plopp-rumms-Geräusche vor.

Resignation dann beim Hühnerstall: Nicht etwa Erlebnisgastronomie oder Cheerleader-Beiz erwarteten uns, nein, ein schnöder Balkan-Spunten. Nur keine voreiligen Urteile! Ludmilla entpuppte sich als aufmerksame Kellnerin. Dieser Spiegel musste ja einen Vorteil haben, lenkte er meinen Blick doch dauernd auf Lüthi, Armstrong, Schumacher und Co. Daneben spiegelte sich aber eben auch Ludmilla, die meine Winker so immer sofort sah. „Gemischt oder grün?“ stellte sich nur rethorisch. Dafür war „französisch oder italienisch“ die zündende Frage. Super die Salatsaucen sehr schmackhaft die Pizze, eine positive Überraschung! Ja, in Oerlikon weiss man nie ;o) Als dann die Frau aus Münsterlingen das Lokal betrat und die Stammgäste ihre Zigarren, äh, sorry, Stümpen anwarfen, war es Zeit zu gehen.

Die Parkplatzbilanz war positiv: +5 +1 -3 +2 +4. Noch hurti ein Abstecher zu den Förderbändern aus dem neuen stadtzürcher Tunnel. Alles in Betrieb, wie es sich gehört. Dazu einige Infos vom Spezialisten. Erneute Provokation durch die alleinige Anwesenheit des Preis Wasserhaus Küfer Gebäudes. Dann ab zurück in die gute Stube.

An ein paar Drinks nippend unterhielten wir uns (alle?) angeregt über das Segeln, aktuelle Offshore-Bekleidungs-Trends und den neusten Gossip aus der Literatur-Szene. Es sei anzumerken dass direkt unter Eva Gotthelfs – Gottschalks – Grüssgotts – whatever Buch die Feuchtgebiete der Charlotte Roche lagen. Wie lange noch bis sie es bis oben geschafft haben?

Und ich so: Das ischs gsii! Und er so: Gahsch scho hei? Und er so: Früehschicht? Uns ich so: Eh scho, Mann!

die kleine zürichsee-schleife

zuerst die route der kleinen zürichsee-schleife: zürich – thalwil – altendorf – uster – zürich

dann die wichtigsten elemente: stormgrip schuhe beim grimmigen kompass-verkäufer gekauft – chb’s funktionierende handy bestaunt – bauch mit marcel’s grillgut vollgeschlagen – verschiedene wörter über aussteigen, lebensende und mittäter gewechselt – zurück nach zürich gedüst

und zum schluss lti.’s selbstgedichtetes lieblingszitat: ausgiebig erlebtes spärlich beschrieben

es war wieder einmal ‘total’ schön – thx!

Hans von Hallwyl meets Clint Eastwood (grrrr)

Während sich lti und qib mit Flamenco-Tänzerinnen vergnügten (siehe www.diebestenausreden.ch), bekam ich letzte Anweisungen zum bevorstehenden jour fixe. Aha, der Treffpunkt wurde vom Escherbrunnen hin zum Lööööwenblatssssss verschoben. Man munkelt etwas von ausbleibenden Anschleicherfolgen

Schnell (zu schnell?) waren die nötigen Utensilien in unserem Besitz und wir machten uns auf an die Hallwylstrasse, wo letzte Vorbereitungen stattfanden. Gefüllte Koteletts waren früher am Tag als Menu erkoren worden. Dem Kochbuch fehlte es leider etwas an Rafinesse: Da hätte man den Tomme ruhig durch etwas Mutigeres, sagen wir einen Gorgonzola-Mascarpone, ersetzen dürfen!

Bald schon machten wir es uns ausgerüstet mit Holzkohle, Tellern und chbs neuem Spiel am Hallwyl-Platz gemütlich. Während chb sich durch die Spielanleitung las (Zitat: “Klar, e riese Schachtle für die paar Charte! Huere übertüüret, siebezg Stutz!”), sorgte sich msä um die Glut. Die (vermeintliche) Komplexität des Spiels Dominion bewog uns, die Regeln nach dem Workshop-Prinzip zu erarbeiten. Dazu gabs Chips mit (meiner ersten) Guacamole und Pro Montagna Bier aus Davos. Aber da war die Glut auch schon parat (und dem nachfolgenden Bündner bereits versprochen). So gesehen hätte man das Ganze auch gleich auf der Pestalozzi-Wiese ansiedeln können!

Unsere mediteran-griechisch-improvisierten Pitas mit Kräuterbutter, gegrillten Auberginen und getrockneten Tomaten entlocktem dem Bündner das Adjektiv kreativ. Kleine Aufgabe für chb: Übersetzungs-Schlüssel für die Hallwyl-Platz-Grillete finden und dem j.f.-Team zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit dem Bündner fehlte uns dann definitiv das Sportbulletin von lti! Während die Koteletts vor sich hin brutzelten nahmen wir uns nochmal der Speilanleitung an. Wieso denn nicht gleich? Endlich fand chb die gut getarnten Schlüsselsätze inmitten zahlloser sinnlosen Spielanleitungs-Floskeln und ein Licht ging uns auf. Die Koteletts waren suppi fein, merci! Für ein paar erste Spielrunden reichte die Zeit dann grad noch. Clevere Spielidee, könnte noch ganz lustig werden! Beim Einräumen der Karten stellten wir mit Freude Fest, dass der Verlag Hans im Glück wohl über eine hochdotierte packaging and play items handling Abteilung verfügt: Jedes Chärtli an seinem Platz…

Weiter gings per Velo zum Corso am Bellevue, Central, hä? Gran Torino von und mit Clint Eastwood stand auf dem Programm. Eine gute Wahl! Knurrender alter, bestürzend direkter Korea-Veteran trifft ungebremst auf Hmong-Grossfamilie. Liebe geht bekanntlich durch den Magen (das müsste uns mal passieren!) und so findet eine Annäherung statt. Dies auch dank der nicht minder direkten Hmong-Tocher Sue, die sich durch Walts Knurren nicht beeindrucken lässt. Damits spannend bleibt gibts da noch die Zipper-Heads, die es auf den Gran Torino (was für ein Auto!) und die Kröte abgesehen haben. Ein spannender Film mit viel Platz für schwarzen Humor, tollen Schauspielern und einem sehr bewegenden Ende! Stellenweise etwas übertrieben und plakativ aber sehr empfehlenswert. Von mir gibts 4 von 5 Sternen. Und von chb? Lesen Sie dies und mehr demnächst in den Kommentaren!

Herzlichen Dank an chb für den super jour fixe, hat Spass gemacht!