GüggEgli-Schiff

<<Bereits legendär ist unser GüggEgli-Schiff! Diese Saison überraschen wir Sie neben den traditionellen Güggeli vom Grill und Egli im Bierteig mit neuen Variationen von Huhn und Fisch. Radio Zürisee sorgt für trendige Hintergrundmusik.>> (Zitat ‘Zürichsee Schifffahrt’, Sommer 2009)

Das GüggEgli-Schiff haben wir wie folgt in den JF eingebettet:

– Apéro auf dem Steg: Campari Orange selbst gemischt
– Egli und Gügg auf dem Schiff: Food&Talk
– Decks und Nachtstimmung: Panta-Rhei-Schifffahrtsgenuss
– Whisky im Widder: Ein letzter Schlummi
– Lindenhof: Flaschenpostscherben (-> siehe JF 29.09.2009)
– Abwesenheitsnotiz: daddy msä
– Organisator: maestro chb
– Schreiberling: klein-lti.

cargo domizil

schon wieder kino. es nimmt kein ende (logisch, denn nach-dem-film ist vor-dem-film). dieses mal aber war alles schon von langer hand geplant, nämlich die vorpremiere von “cargo“, dem ersten schweizer science-fiction film, als cinécard-night im kino abaton. ein fixes datum im jf-kalender seit anfang august. 3 tickets, im voraus gekauft. eine sichere sache also.

allerdings doch nicht so sicher. denn msä hat sich dann kurzfristig dazu entschlossen, jetzt doch lieber endlich und tatsächlich, d.h. wahrhaftig, ein bébé zu bekommen und darum noch ein bisschen im paracelsus spital zu logieren (aah, les vacances!), womit sich der kinderlose jf-rest alleine ins dunkel des ach-so-kalten weltalls begeben musste. dies hatte auch zur folge, dass der organisator auf einem der bereits erstandenen tickets sitzen blieb, was allerdings kein problem war bei einem derartig begehrten film. schwupps, eine kurz-umfrage im zuger büro, und weg war der exklusive eintritt[1].

item, vor dem film traf man sich noch im don weber auf einen teller nachos, einen  hamburgeso und ein paar enchiladas[2]. zu trinken gab’s bier, dunkel für die einen, im cüpli-glas für die anderen (die zuteilung war andersrum als msä erwarten würde). nachdem so der ranzen gefüllt war (zuviel, meine eingeweide schmerzen heute noch beim blossen gedanken daran) kugelten wir ächzend die 100 m weiter (gut geplant, gell?) bis ins abaton, wo wir uns – vorpremiere sei dank – noch ein gratisbier genehmigten (auf kosten von sponsor h***ken) und dann noch alle 1/2-lt-fläschlis einpackten, deren wir habhaft werden konnten.

fazit: der film war gut, für einen ch-film sogar sehr gut, ein paar wenige kleine längen, aber was solls. die atmosphäre war dicht (hahaha), die eiskalte stimmung ist gut rübergekommen, die offensichtlichen anleihen bei klassikern (alien, cube, matrix) haben in keinster weise geschadet[3].

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[1] leider habe ich es verpasst den preis entsprechend in die höhe zu treiben, resp. dies msä zu verschweigen und doppelt zu kassieren. dann lti mit dem erwirtschafteten gewinn einen drink spendieren und als folge davon von beiden mit-jf-lern einen gefallen zu gute zu haben, was ganz praktisch sein kann, siehe hier.

[2] na ja, der food hat heute nicht mehr so überzeugt wie auch schon, vielleicht gehen wir beim nächsten mal doch lieber ins diesmal verschmähte oder ins altbewährte.

[3] und wenn wir schon beim empfehlen von scifi-filmen sind: district 9 ist ebenfalls seeehr geil.

fantoche 09

yep, es wurde gelacht, gestaunt und nicht immer alles für gut befunden. zwei nicht baldige väter-jour-fixler (is it the msä?!) pilgerten nach baden und genossen zum teil wirklich gute animationsfilme/filmli. oder habt ihr gewusst, dass sponge bob bei den kindern immer noch einer absoluter renner ist (i want to see sponge bob now!), dass engel unterschiedliche flugfähigkeiten haben (upps…) und dass hünde nur in grautöne sehen (okay, das haben wir ‚gewusst‘ und somit die hundewitze verstanden). anyway, die wahl der filme ‚$9.99‘ ($9.99 ist nicht der eintrittspreis), ‚machinima‘ und ‚up‘ war gut, wurde ja auch von einem kenner der filmbranche empfohlen (sag, wie hiess schon wieder der preisgekrönte pixar-film? -> zeppelin flug ade), und die heimreise spät, sehr spät – wobei das neue abo ‚klassenupgrade‘  nicht ausgespielt wurde. zu futtern gabs in der ersten pause take-away food mit lamm (jetzt wissen wir endlich wieder, wie lammfleisch schmeckt) und bier in der zweiten pause zum 2:2 endstand lettland-schweiz. ach ja: wenn dr msä jetzt nicht alles versteht, tja ;o)

jour fixe in a bag

Wieder einmal musste ich His Royal Highness mimen und ein Veto einlegen. Jetzt auf eine 3-stündige Kreuzfahrt gehen, wo doch bestimmt 3 Minuten nach dem Ablegen der alles verändernde Anruf eingehen würde (siehe Murphy)? Das hätten meine Nerven nicht mitgemacht, worauf ich das sicher exzellente Güggeli im Körbli vermutlich nur teilweise oder gar nicht hätte estimieren können.

Aaaaaber, so ein Veto geht natürlich nicht ohne entsprechenden Mailverkehr über die Bühne. Aus den 17 eingegangenen Nachrichten sei hier ein besonders gelungener Ausschnitt präsentiert:

>>> chb <nüm_eu_so_wunder@hä.%3F > 01.09.2009 09:26 >>>
moin

item, msä zieht/spielt also seine spezialkarte "wonder of birth" (17
stärkepunkte wg. involvierter mutter erde) und meine beste
verteidigungskarte "taxi im stau" hat nur 5 verteidigungspunkte, ich bin
also chancenlos. lti, hast du eine bessere verteidigungskarte, mit der
man den angriff abwehren könnte? wie gesagt, ich hab sonst nur noch
"taverne/spielhölle" auf der hand, das ist aber keine verteidigungskarte.
chb

Das war also geklärt. Zuerst aber swi ohne swi. Wir lagen nämlich einfach mal auf der Wiese hinterm Hallenbad. Weil niemand da war, der gespannt unserem 3.5km-Trainings-Gefasel zuhörte, wechselten wir das Thema. Ich hatte da noch ein, zwei Fragen zu Beton, die hier nicht beantwortet werden…

Dann Fahrt mit dem 14er zur Werd. Kein Umsteigen dafür etwas zu spät. Kein Problem, Food eh noch nicht parat (-1.2), Apero-Buffet mager (-1.5) und kein Gastgeber weit und breit (-0.8). Schon ein ganz schöner Malus!

Aber dann: Der chb spielt völlig überraschend (auch für ihn ;o) ) seinen Trumpf aus: Bubenträume werden wahr. Viel zu schnell ist’s vorbei und der Rock wieder dort wo er hingehört, ja nu. Der Malus hat sich blitzschnell in einen Bonus verwandelt und dem gemütlichen Teil des heutigen j.f. kann nichts mehr in die Quere kommen.

Wir werden kulinarisch nach Strich und Faden verwöhnt. Zwei platschvolle Formen mit Gratängs kommen auf den Tisch: Einer mit Spaghetti-Nestern, die man gefälligst am Stück schöpft und ein Winzer-Gratin mit Saucisson Vaudoise und Trauben (Nicht das Zeug aus dem Internet nachkochen, Rezept bei chb beziehen! → hint@chb). Alles fein überbacken mit Käse und Kräutern, mmmmh! Apropos Kräuer: Der Gastgeber versuchte mit unzutreffenden Aussagen über Peterli und Kümmel weitere Komplimente herauszuschinden (der Brite nennt das ‘fishing for compliments‘), was aber nicht fruchtete zumal die Dosierung Letzterer perfekt war. Minus 1 – nein, lassen wir das.

Soweit so gut. Nach einer kurzen Barfuss-Pause (nicht auf dem Sperrholz-Tiger, bitte!) gingen wir zum Spiel über. Genauer zu Dominion. Diesmal (vgl. Inbetriebnahme) hatte ich reelle Chancen, gewann aber dann trotzdem nie. Aber alles egal, Hauptsache, ich habe chb’s Rekord in Sachen Aktionen-Kumulierung geschlagen. Und diese Latte lag hoch, imfa! Nach dem ersten Spiel, das chb klar für sich entscheiden konnte, ging dqe ins Schlaflabor und wir machten zu Dritt weiter. Der folgende Bananenshake war köstlich und ein Update war verfügbar. Der Schlussstand: 0-1-1 (msä-lti-chb).

Und jetzt das Beste: Den Rest vom Gratin durften wir einpacken, wobei die Gastgeber sogar denen noch ein Tupperware zur Verfügung stellten die keins dabei hatten. Schappo!

Der Chauffeur

Nach neuer Rechtschreibung auch Schofför, was wir aber dem chb nicht antun wollen und deshalb bei Chauffeur bleiben. Diesen spielte er nämlich an diesem Jour Fixe da Weinverschmäher.

Zunächst der obligate apokalyptische Mailverkehr: Antw: Re: AW: Antw: Re: AW: JF’s im Aug*u*st 2009. örlike, i presume… bhf oder fritz-dingsda-weg? Wir lernen: Franz Hohler könnte in Opfikon aufgewachsen sein.

Schwimmen wie immer (sogar meine Zeit, 21:23). Wir lernen: swi kann für swimming oder auch für schwimmen wie immer stehen.

Wasserballon-Attacke auf den chb bei seiner Ankunft im Accu. Wir lernen: Hab immer einen Schirm dabei (siehe auch Abschnitt 8).

Fahrt nach Effi, es Regnet. Verpflegung im QN. lti und msä geniessen dank dem Chauffeur einen feinen Wein. Die Suppe überzeugt nicht, das Tartar schon, die Hauptgänge lassen sich sehen (und bezahlen). Wir lernen: 2 × Spaghetti al Arrabiata / Tag → so what?

Traditionelles gegenseitiges Übertreffen der beiden Lehrer mit Stories der Studenten. Dabei energisches Aufstützen der Hände auf den Tisch im Blocher-Style. Diskussion des neuen Bonus-Malus-Notensystems à la chb. Wir lernen: Ein I-Phone kann zu asozialem Verhalten verleiten.

Weiterfahrt in die Sümpfe der Verzweiflung. Angekommen in Mordor wird der gelbe Turm besichtigt. Keine Orks, uff! Der Motor des getaway-vehicle läuft durch, klar. lti filmt für Sellas Hochzeit. Wir lernen: Eine Balkontüre kann das Betreten ihres Balkons erheblich erleichtern.

In der Sonne gibts keinen Coup dafür die perfekte Stage für weitere Filmaufnahmen. In Erinnerung bleibt sicher lti’s Imitation der Erwin’schen Kopulationsgeräusche. msä lässt seinen Schirm liegen. Dabei – oder vielmehr einen Tag später – lernt er: Es gibt Beizen, die nicht nur keinen Webauftritt sondern nicht einmal ein Telefon haben.

Geniale Idee von lti: Für den Dessert verschieben wir in die Raststätte (Ober?) Kemptthal. Garantiert schwingungsarm, dafür nicht ganz lieferantenfrei. Wir lernen: Beim Kundenservice gibts verschiedene Philosophien.

Der Chauffeur bringt uns schliesslich sicher nach Hause respektive Wallisellen. Tuusig Dank!