goldwandern

Versprochen ist versprochen: Hier der Bericht. Denn: So früh war ich noch nie zurück von einem jour fixe! Gut, wir waren auch früh unterwegs. Aber lesen Sie selbst:

Das Objekt der Begierde lag heute in Goldbach. Genauer im dortigen Hafen. Es ist der Yingling von ants Grosspapa selig, der da vor sich hin dümpelt (der Yingling). Das geräumige Segelboot mit der grünen Decke, Haube, Kappe, Abdeckung, whatever wurde bereits ab 17:30 von den zwei Fachkundigen unter uns eingehend geprüft. Meine Rolle war mehr die des Beleuchters. Zumindest den Halbling hatte ich aber sofort unter Kontrolle.

Beim Eindunkeln wussten die Zwei: somöchemers! Für die Segler war schnell klar, dass sie sich dem nun verwaisten Boot annehmen und ihm gute Väter sein würden. Die Buchungs-Page im Web ist schon fast implementiert, die Vermietung zur Streetparade eine abgemachte Sache.

Jetzt wurde es richtig streng: Unsere Wanderung führte uns – diesmal beim Zebrastreifen aber nicht minder gefährlich – über die Seestrasse und dann den goldenen Hügel empor. Unter kundiger Führung des I-Telefonierers konnten wir natürlich nichtmal beim Düggel verloren gehen. Wir gelangten zum Gemeindehaus Zollikon, das nicht gerade durch seine Architektur besticht. Doch da steckt mehr drin als man meint: Auf jeden Fall wurden wir aufs Köstlichste verpflegt! Nach dem obligaten Einstiegsgeplänkel und einigen verlegenen Floskeln, die sich alsbald als knallharte Lügen herausstellen sollten, entschieden sich chb und msä dann doch noch für die Totalvariante (Suppe + Salat + Hauptspeise + Dessert). Wer hätte das gedacht? Lti, ganz der Feinschmecker, entschied sich für die Suppe und die Leberwurst. Der Service war zuvorkommend, witzig und beim Dessert so weise, uns weder die riesenhafte noch die klitzekleine Version zu bringen, sondern uns eine auf unsere Abmessungen zugeschnittene Lösung zu präsentieren (sog. customised sweets).

Wegen ltis herbstlicher Müdigkeits-Attacke und beginnender Berauchung des Raumes machten wir uns bald auf die Socken. Chb bestand – vermutlich wegen der Aussicht auf die lange Nacht der Hotelbars – nicht auf einem Schlummertrunk.

Den Nachhauseweg traten wir wie gesagt eher früh an. Demokratisch wählten wir dazu zunächst die Variante on foot. Schon nach wenigen Metern belohnt durch eine Kreiseleinfahrt, die ihresgleichen sucht und einen wunderbaren Ausblick über den nächtlichen See, führte uns der weitere Verlauf der Wanderung vorbei an haufenweise goldenen Türklicken zum Bahnhof Tiefenbrunnen. Von dort nahmen wir statt dem Popeltram [1] die Schnellbahn in den Stadelhofen, wo sich unsere lose Gemeinschaft noch weiter aufzulösen begann.

Hat Spass gemacht, war fein und vielseitig wie immer!

[1] Jetzt fängt der auch noch an mit diesen Fussnoten?! Ja, zwecks rasierklingenscharfer Beweisführung:

Popeltram: Das passiert Dir in der S15 nie (hoffentlich)
Popeltram: Das passiert Dir in der S15 nie (hoffentlich)

wurst und blutdurst

seit msä vor kurzem exsila entdeckt hat, verschachert er sämtliche im haushalt aufzufindenden bücher- und dvds[1] gewinnbringend über’s netz. nachdem er nun derartig ein paar dutzend[2] franken guthaben geäufnet hat, muss auch mal was in die community zurückfliessen. er reinvestiert deshalb eine handvoll stutz für 2 möglicherweise geile filme, lädt andere exsilaner (die community halt) und kumpels zu sich nach hause ein und programmiert den backofen auf 3 stunden. den genauen programmablauf lässt er von einer externen beraterfirma mit sitz in zug festlegen:

18:05 -> apéro mit tombola (preise: goodies, props, blutwürste)
18:35 -> 28 days later (112 min)
20:30 -> gratin, futter, sabber, schmatz
21:30 -> 28 weeks later (96 min)
23:39 -> der bus wo immer

der erste teilnehmer findet sich pünktlich um 18:05 ein. der zweite klingelt, als das reminder-sms die handy-antenne verlässt[3]. mit tombola ist nix (dabei war’s doch so gut geplant!), dafür gibt’s währschaftes erdmandli bier. das ist auch nötig, denn beim ersten film muss der magen schon einiges aushalten. die von zombie-viren infizierte bevölkerung britanniens rottet sich dort nämlich in kürzester zeit selber aus und die wenigen überlebenden – das ist die moral vom film – brauchen am ende keine blutgeilen horden um sich selber gegenseitig das leben zur hölle zu machen. garnüdemalesoschlächt sagen die umfrageresultate.

garnüdemalesoschlächt ist auch das jetzt folgende intermezzo. der elsässer eintopf im schichtprinzip[4] (1. kartoffeln + sauerkraut, 2. rippli, speck + saucisson, 3. kartoffeln + sauerkraut, 4. schweinsvoressen, 7. kartoffeln + sauerkraut) hat während 3 stunden im ofen gegart und stillt die vom film geweckte lust auf fleisch und den blutdurst vorzüglich.

derartig gestärkt stösst man zum sequel vor. doch – oh weh! – man merkt es bald: die briten haben das szepter abgegeben und nun sind die amis am reschissören und drehbuchschreibseln. immer noch zombies, immer noch london, aber weg ist der schwarze humor, weg ist die beklemmende stimmung, weg ist die hintergründige moral von der gschicht. dafür gibt’s jede menge spetzial-äffekts! das militär gibt’s immer noch, aber diesmal in der variante von ännet-dem-teich (im auftrag der uno natürlich). die amis sind besser ausgerüstet, haben alles im griff und einen kompromisslosen “code red”-plan, falls die wiederansiedlung der engländer in die hosen gehen sollte (was sie natürlich tut). es gibt eine geile wissenschaftlerin, die dem virus auf der spur ist, und einen lieben scharfschützen mit einem reinen gewissen, der sich für die überlebenden opfert. dann gibt’s noch den alten army-kumpel, der mit dem helikopter zombies schreddert und ständig ätzende sprüche ins funkgerät bellt. und schliesslich dürfen unschuldige kinder und ein zombie-vater nicht fehlen. letzterer taucht überall und immer wieder zufällig und zähnefletschend auf (huch! jetzt bin ich aber erschrocken!), bis er am schluss von der eigenen tochter über den haufen geschossen wird. garnümmemalesoguet, lautet diesmal das verdikt der jury.

nachdem der eher schlechte nachgeschmack des zweiten filmvortrags vom gastgeber mit einem offerierten branntwein effizient weggespült wurde, erzählt der sich-auf-wohnungssuche-befindende chb noch die anekdote vom wohnungsschwindler, mit dem er ein paar mehr oder weniger ernst gemeinte mails gewechselt hat. danach verabschiedet sich die stadtfraktion und lässt uster uster sein. und diesmal erwischen wir sogar den zug!

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[1] böse zungen behaupten: vor allem ant’s.

[2] die gleichen zungen behaupten: hunderte. genaue zahlen liegen jedoch nicht vor[5].

[3] liess sich im labor nicht reproduzieren.

[4] ausnahmsweise ist mal nicht “frühschicht” gemeint.

[5] in museum für kommunikation (mfk) in bern ist übrigens im moment die ausstellung “gerüchtig” zu sehen.

minus one

schuur fix @msä. thema fondü. ohne lti[1] und auch miss d bleibt zu hause. chb macht sich alleine auf den weiten weg nach uster. glücklicherweise haben wir heute genügend lesestoff dabei, die bände 1-37 von naruto (schnäppchen, 160.- im sammelpunkt) müssen auch mal gelesen sein. so erreiche ich also lesend und vor mich hinstolpernd uster, oberuster, um 18:35 (anstatt wie angekündigt um 18:32, auweia).

bevors zum geschmolzenen käse geht, wird erst noch der kleine basil präsentiert/begutachtet[2]. dann werden endlich gabeln geschwungen und fäden gezogen! knappe 30 min später ist die chose ausgekratzt, und weil der bus erst um 23:39 fährt, reicht das noch löcke für je eine runde alhambra und babel[3], inkl. einem gläschen schottensaft. als goodie gibt es sogar noch spontan ein peek-preview vom nächsten j.f. (wasser-im-mund-zusammenfliess)!

wieder am bahnhof uster komme ich dann endlich dazu den naruto-band fertig zu lesen. leider bin ich so in die lektüre vertieft, dass der zug einfährt, ohne dass ich es merke, und wieder ausfährt, ohne mich. selber blöd[4].

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[1] segelt zu diesem zeitpunkt bei 9bf und 15m-wellen gemütlich um den stromboli. den “leuchtturm des mittelmeeres“, den muss man einfach gesehen haben. auch wenn’s -1 pkt kostet!

[2] kein geheimnis (mehr): ich hab’s nicht so mit den babies. nach meiner schwö, j + tö, meinem göttibueb + pärents, sowie sonst noch etwa 100 anderen löiten mit nachwuchs mussten das nun auch noch msä und ant auf die harte tour erfahren. ein kumulatives sorry an dieser stelle für jetzt und für die zukunft.

[3] geiles spiel, aber definitiv auch ein kandidat für ‘schau mal, diese spielanleitung kann man auch zum anfeuern benutzen’, siehe frühere j.f.

[4] um die idiotie etwas zu relativieren, muss ich anfügen, dass dies auch schon an früheren j.f. passiert ist.  zu zweit, ohne lektüre. der oerliker weiss wovon ich spreche. allerdigs war ich damals auch dabei, was die sache nicht viel besser macht.

wild in wald

wieder einmal wild in wald (für ein ‚im’ sind wir zuwenig jäger); und um ganz genau zu sein: wild in der bleiche in wald. an diesen ort verknüpft insbesondere natürlich der msä besonders schöne erinnerungen: vor doch schon einiger zeit wurde hier hochzeit gefeiert – schön war’s und ist’s auch heute wieder – und dass es wirklich schon ein weilchen zurück liegt, beweist der wirt: kummer, kummer marcel, ja da reservieren wir gerne ein plätzchen… hallo?! nix mit, na wie geht’s der frau und klar, das apéro spendieren wir gerne… macht aber nix, wir sind ja des essens wegen hier und geschmeckt hat‘s und genug gab‘s auch (gürtel-öffner und bauch-streichler ahoi). erstaunlich war einzig dass ein menü plus suppe in einem ersten versuch der (servier)düse in einzelne (rechnungs)posten zerlegt werden sollte; das hat sie dann aber sein gelassen, dafür dann die auftischreihenfolge nicht ganz nach unseren erwartungen gestaltet. zum schluss noch kurz auf die toilette (ist hier ein muss) und dann die heimreise antreten, den schirm dabei nicht vergessen und ach ja: vorne einsteigen und dadurch die umsteigestrecken minimieren, so geschehen bei der anreise…

hefti strike back

der titel dieses beitrags lässt grammatikalisch zu wünschen übrig, war aber der projektname für diesen anlass[1].

doch nun zu den wichtigeren dingen: heute gibt’s besuch bei den j.f. people, die rötur-kutsche für die steuerbordwürste steht an. msä hat (erneut) die daddy-karte gezückt und sich abgemeldet, obwohl er doch am meisten von den würsten im, auf und neben dem ägerisee profitiert hat! lti und chb können’s auch alleine, und überhaupt ist so ein (gross-) maul weniger zu stopfen, das entlastet das budget enorm. das kulinarische setting des abends wurde bereits im vorfeld mit einer viralen werbekampagne und nicht minder origineller antwort bestimmt: die heftis erhoffen sich mit der wahl von “thailändisch” wohl einen starken ROI. they will get it, that’s for sure.

doch zuerst muss mal eingekauft werden. um die zutaten für das gelbe curry (sämig), den papaya salat (scharf), die scharf-saure-suppe mit crevetten (chüschtig) und das pfannengerührte gemüse (knackig) zu besorgen trifft man sich exceptionellement um 17:00 beim asia-shop @bhf oerlikon. letzte ingredienzien werden noch im center eleven besorgt und dann geht’s los: rüst, schnätzel, brät, koch, brutzel, die zeit reicht gerade für alles, bis die klingel ringelt und die gesammelten heftis (minus THE BRUCE[2]) vor der tür stehen. als erfahrener zwillings-bruder kennt chb frz und dni natürlich locker auseinander[3].

man setzt sich also erst mal zum apéro, nibbelt ein paar wasabi-nüsslis, nimmt mitbringsel entgegen (merci!) und güllert ein paar eve runter (uff, zum glück haben wir die geshoppt, aber lti war wirklich nicht davon abzubringen). dann gibt’s futter, alle 4 gänge, ratzfatz alles ausgehabert (na ja, fast alles)! die zeit verfliegt, noch schnell kaffee und dessert und schon zischen die heftis wieder zu THE BRUCE zurück, der sicher schon zuhause die bude zerlegt hat, auf der suche nach einer frisch extrahierten wirbelsäule oder so.

für die erschöpften organisatoren gibt’s noch einen letzten schlummi, bevor sich auch chb empfiehlt und die aufräumerei feige dem gastgeber überlässt. nicht die feine englische art, aber somöchermrs!

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[1] ob hier heftis backstriken oder ob wir at heftis strike backen oder ob hier generell heftig gebackstriked wird, lassen wir dahin gestellt. ebenso die frage, ob da nun evtl. dashes oder plural s’es fehlen, oder ob das im infinitiv oder im präsens oder im abseits steht.

[2] auf wunsch der organisatoren, weil wir auf die schnelle keinen elefanten-hüftknochen auftreiben konnten.

[3] 50:50 chance, alles auf eine karte gesetzt und mit genug überzeugung angesprochen wirkt das super souverän.